Exportgeschäft Elektro- und Digitalindustrie 2026 wieder mit Wachstum

Quelle: ZVEI 1 min Lesedauer

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Vor allem die Rückgänge im Handel mit China und den USA machten der Branche zu schaffen. Für 2026 wird ein Aufschwung erwartet.

Die Branche profitierte 2025 vor allem vom EU-Binnenhandel. (Bild: ©  Lemonsoup14 - stock.adobe.com)
Die Branche profitierte 2025 vor allem vom EU-Binnenhandel.
(Bild: © Lemonsoup14 - stock.adobe.com)

Die deutsche Elektro- und Digitalindustrie hat sich nach drei Jahren der Stagnation stabilisiert und ist 2026 erstmals wieder auf Wachstumskurs eingeschwenkt. Laut einer Mitteilung des ZVEI rechnet der Verband für das laufende Jahr mit einem realen Produktionsplus von zwei Prozent, nachdem 2025 voraussichtlich mit einem leichten Minus von 0,5 Prozent abschließt.

Die nominalen Erlöse der Branche drehten 2025 ins Positive und dürften hochgerechnet auf 226 Milliarden Euro steigen, was einem Zuwachs von 2,7 Prozent entspricht. Die Beschäftigung blieb mit rund 877.000 Mitarbeitern weitgehend stabil, während die Auftragseingänge im Jahresverlauf um fünf Prozent zulegten und damit Zuversicht für die kommenden Monate schaffen.

Fokus auf Schlüsseltechnologien

Getragen wird die Erholung vor allem vom Exportgeschäft. Die deutschen Elektroexporte erhöhten sich zwischen Januar und November um 4,6 Prozent auf 236,2 Milliarden Euro. Zuwächse im EU-Binnenmarkt und im Vereinigten Königreich glichen dabei Rückgänge in den USA und China aus. Vor dem Hintergrund geopolitischer Spannungen fordert der ZVEI einen gezielten Ausbau des europäischen Binnenmarkts sowie eine stärkere Fokussierung auf Schlüsseltechnologien wie Mikroelektronik und Batterien.

Zugleich sieht der Verband erhebliches Wachstumspotenzial in industriellen KI-Anwendungen. Deutschland verfüge aufgrund seiner industriellen Basis über einen reichen Datenschatz, der große Wertschöpfung ermögliche. Voraussetzung sei jedoch ein innovationsfreundlicher Rechtsrahmen: Der ZVEI spricht sich dafür aus, industrielle KI-Anwendungen aus dem EU-AI-Act herauszunehmen, um die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts nicht auszubremsen.

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