Leoni Elektroauto jetzt mit Hochvolt-Bordnetzen

Redakteur: Sariana Kunze

Leoni verbreitert seine Aktivitäten im Bereich alternative Antriebstechniken. Dazu hat das Unternehmen für die Automobilbranche eine neue Geschäftseinheit Electromobility gegründet. Im 2. Quartal beginnt die Serienbelieferung des Electro-Microbusses mia sowohl mit herkömmlichen als auch mit HV-Bordnetzen.

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Im zweiten Quartal 2011 beginnt Leoni die Serienbelieferung des elektrisch betriebenen Microbusses mia sowohl mit herkömmlichen als auch mit Hochvolt-Bordnetzen (Bilder: Leoni)
Im zweiten Quartal 2011 beginnt Leoni die Serienbelieferung des elektrisch betriebenen Microbusses mia sowohl mit herkömmlichen als auch mit Hochvolt-Bordnetzen (Bilder: Leoni)
( Archiv: Vogel Business Media )

Heute umfasst Leonis Elektromobilitäts-Portfolio zum einen HV-Kabel, -Kabelsätze und -Bordnetz-Systeme, Lösungen für die Innenverkabelung von HV-Batterien sowie Komponenten wie Leistungsverteiler, Kabelkanäle und Dichtungselemente. Zum anderen bietet Leoni Produkte für die Infrastruktur von Elektrofahrzeugen, zum Beispiel Ladekabel und Systeme für die Innenverkabelung der Ladestationen. „Mit unserer neuen Geschäftseinheit Electromobility bedienen wir alle Arten von alternativen Antriebstechnologien, nämlich Hybrid-, Elektro- und Brennstoffzellenfahrzeuge. Die gesamte Produktpalette unterstützt das übergeordnete Ziel der Gewichtreduzierung, was einen niedrigen Energieverbrauch und umweltfreundliches Fahren ermöglicht“, sagt Uwe H. Lamann, der für den Unternehmensbereich Wiring Systems verantwortliche Vorstand von Leoni.

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Das jüngste Projekt ist die Belieferung des Elektro-Microbusses mia. Leoni hat eine maßgeschneiderte Gesamte-Bordnetz-Lösung entwickelt, die den Niedervolt- und den Hochvolt-Anforderungen genügt. Das System gewährleistet einerseits alle herkömmlichen elektrischen Funktionen wie Beleuchtung, Cockpit und Audioanlage und verbindet andererseits den Elektromotor mit der Batterie und verbindet andererseits den Elektromotor mit der Batterie und dem Inverter.

Der Autohersteller mia electric mit Sitz in Deutschland stellt das Fahrzeug in drei Versionen in seiner Produktionsstätte im französischen Cerizay her. Das dort ansässige Tochterunternehmen wurde aus der Elektroautosparte des renommierten französischen Fahrzeugentwicklers Heuliez übernommen. mia electric will das Auto ab Juni 2011 zunächst an Flottenkunden ausliefern; der Verkauf an Privatkunden beginnt 2012. Da das mia-Werk in Cerizay auf eine Jahreskapazität von mindestens 10.000 Einheiten ausgelegt ist, wird das neue Elektroauto in einem Großserien-Verfahren hergestellt.

„Unser Ziel ist, vom Lieferanten im Juni bis zum Jahresende 2011 etwa 5.000 mias in Deutschland und Frankreich auf die Straße zu bringen“, sagt Dr. Roman Dudenhausen, Geschäftsführer von mia electric. „Wir haben Leoni als bevorzugten Zulieferer gewählt, da das Unternehmen einen guten Ruf hat, wenn es um Qualität, Innovation, Flexibilität und Wettbewerbsfähigkeit geht.“

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