Elektromobilität Elektrofahrzeuge mit intelligenter Ladesäule sicher laden

Redakteur: Reinhard Kluger

Schneider Electric setzt auf eine intelligente Ladeinfrastruktur für Elektroautos im Smart Grid. Diese lässt sich auf die unterschiedlichen Gewohnheiten der Fahrzeugnutzer zuschneiden.

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Rada Rodriguez, Country President von Schneider Electric Deutschland zur Elektromobilität: „Neue Bedürfnisse erfordern eine neue Energiearchitektur.“
Rada Rodriguez, Country President von Schneider Electric Deutschland zur Elektromobilität: „Neue Bedürfnisse erfordern eine neue Energiearchitektur.“
( Bild: elektrotechnik )

Wer Energiemanagement auf seine Fahnen geschrieben hat, der kommt am Thema Elektromobilität nicht vorbei. „E-Mobility beginnt für uns nach dem Fahrzeug“, definiert Rada Rodriguez, Country President von Schneider Electric Deutschland, den Weg, den der französische Elektrokonzern künftig einschlagen will. Das Unternehmen stellt sich damit den Herausforderungen, die aus dem Markzuwachs von Elektrofahrzeugen resultieren. Der Konzern bündelt sein gesamtes Know-how, um umweltfreundliche Ladelösungen anbieten zu können, die bedienerfreundlich, sicher, dauerhaft verfügbar und effizient sind. Speziell dafür hat Schneider Electric EVlink entwickelt. Rada Rodriguez: „Diese Lösung ist die Antwort auf die drei größten Anforderungen, die der großflächige Einsatz von Elektrofahrzeugen an die Ladeinfrastruktur mit sich bringt: Die Sicherheit von Vorrichtungen und Anwendern, die Verfügbarkeit und einfache Verwendung von Ladestationen in der Infrastruktur und: Lösungen für intelligentes Energiemanagement zur Einbindung von Elektrofahrzeugen ins intelligente Stromnetz.“

Sicherheit hat Vorrang

In Anbetracht der verwendeten Leistung von 3 bis 22 Kilowatt und der benötigten Ladezeit sind bestmögliche Sicherheitsvorkehrungen von größter Bedeutung. Denn die abgegebene Leistung, die beim Laden eines Elektrofahrzeugs an einer einzelnen Steckdose entsteht, kann der Maximalleistung eines Hauses oder einer Wohnung entsprechen. Die in verschiedenen internationalen Normen definierten Ladearten berücksichtigen dies. Schneider Electric setzt daher auf Ladesysteme für Elektrofahrzeuge, die nach einer speziellen Norm für Elektrofahrzeuge Ladeart 3/Typ 3 entsprechen, womit Personen- und Sachschäden durch die Kommunikation des Elektrofahrzeugs mit der Infrastruktur sowie durch Sicherheitsmerkmale bei der Hardware vermieden werden.

Die Ladeart 3 im Fokus

Die Ladeart 3 entspricht, so Schneider, als einzige den aktuellen Standards vieler Länder für elektrische Vorrichtungen. Das Fahrzeug wird an eine spezielle, gesicherte Steckdose mit eigenem Stromkreis angeschlossen. Ein Bedarfscontroller kann bei gleichzeitiger Verwendung von Haushaltsgeräten oder zur Ladezeitoptimierung die Ladeleistung reduzieren. Eine Kommunikationsleitung, die sogenannte Messader, kontrolliert dabei die Integrität des Systems und führt weitere Kommunikationsfunktionen durch. Kontrolle und Kommunikation sind sowohl an der Fahrzeug- als auch an der Wandsteckdose erforderlich. Denn gewöhnliche Haushaltssteckdosen verfügen nicht über zwei zusätzliche Kontakte für den Ladecontroller.

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