Elektronische Bauteile und Baugruppen

Elektronik mehrere Jahrzehnte sicher lagern – so geht‘s

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Speziell entwickelte Systeme zur Absorbtion von korrosiven Schadstoffen sowie neuartige Funktionsfolien und adaptierte Temperaturprofile während der Lagerung sind dabei die Schlüsselfaktoren des TAB-Lagerverfahrens.

Stickstofflagerung ist kein geeignetes Verfahren

Werden Bauteile durch die Hersteller abgekündigt, ist die Fertigung kompletter Baugruppen möglicherweise bedroht. Besonders bei extern aufwendig zertifizierten Produkten sowie hochwertigen und langlebigen Gütern besteht in dieser Hinsicht ein erhebliches Risiko. Kostspielige, langwierige Redesigns und resultierende Neufreigaben sind oft die Folge.

Aus diesem Druck heraus wird in vielen Fällen stattdessen ein „Last time buy“ durchgeführt, wobei der voraussichtliche Bedarf für die nächsten Jahre bestellt und unter Standardbedingungen gelagert wird.

Problematisch bei dieser Vorgehensweise ist, dass die meisten am Markt verfügbaren Bauteile für eine konventionelle Langzeit-Lagerung aufgrund ihres inneren Aufbaus nur schlecht oder überhaupt nicht geeignet sind. Da zum Beispiel die Schichtdicke der Reinzinn-Oberflächen von Anschlusspins nur wenige Mikrometer beträgt, ist diese sehr anfällig für die allgegenwärtigen Diffusionsprozesse. Bereits nach ein bis zwei Jahren diffundiert somit das Kupfer aus dem Inneren bis an die Oberfläche durch - Lötprozesse werden damit unmöglich.

Die althergebrachte Stickstofflagerung ist daher kein geeignetes Verfahren, da sie ausschließlich die Oxidation der Metalloberflächen für kurze Zeit verhindert.

Langzeit-Konservierung als kostengünstige Alternative zum Redesign

Das von HTV entwickelte Verfahren zur Langzeitkonservierung TAB bietet hingegen eine echte Lösung für Lagerzeiträume bis zu mehreren Jahrzehnten. Bewährte Produkte werden so zu wettbewerbsfähigen Preisen zukunftsfähig.

Schutz der Bauteile im Hochsicherheits-Gebäude

Dem hohen ideellen Wert der abgekündigten Bauteile, die noch für Jahrzehnte Kundenprodukte am Leben halten sollen, wird zudem durch die ausgeklügelte Sicherheitsphilosophie bei HTV Rechnung getragen: Das speziell konzipierte Hochsicherheits-Gebäude berücksichtigt durch vielfache Maßnahmen insbesondere Risiken wie Naturkatastrophen oder Diebstahl. Zusätzlich ist die Entstehung eines Brandes durch das innovative Verfahren der Sauerstoffreduktion in den gesamten Lagerbereichen unmöglich.

HTV erweitert Gebäude-Kapazitäten

Die Nachfrage nach dem einzigartigen Lagerkonzept von HTV erfordert aktuell die Erweiterung der vorhandenen Lagerflächen des Hochsicherheits-Lagergebäudes um fast 8000 m2 durch zwei Neubauten.

* *Holger Krumme, Director Operations, HTV Halbleiter-Test & Vertriebs-GmbH

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