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Energiemanagement

Energieaudit gefällig?

| Redakteur: Carina Schipper

Der Gesetzentwurf zur Teilumsetzung der EU-Energieeffizienzrichtlinie (2012/27/EU) ist unter Dach und Fach. Das Energiedienstleistungsgesetzes (EDL-G) von großen Unternehmen (Nicht-KMU) bis zum 5. Dezember 2015 und dann im Vier-Jahres-Rhythmus eine Durchführung von Energieaudits.

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Nach dem Energiedienstleistungsgesetz müssen große Unternehmen bis 05. Dezember nächsten Jahres und dann im Vier-Jahres-Rhythmus Energieaudits durchführen.
Nach dem Energiedienstleistungsgesetz müssen große Unternehmen bis 05. Dezember nächsten Jahres und dann im Vier-Jahres-Rhythmus Energieaudits durchführen.
(Bild: Dennis Skley unter CC BY-ND 2.0-Lizenz, flickr.com)

Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002 oder alternativ Energie- oder Umweltmanagementsysteme nach DIN EN ISO 50001 oder EMAS fungieren als Nachweis seitens der Betriebe. Auch die bisher von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) geförderten Energieberatungen für den Mittelstand gehen weiter Hand in Hand mit der Durchführung von Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002. Die Deutsche Gesellschaft für Qualität (DGQ) rechnet daher mit einer wachsenden Nachfrage nach Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002 für das kommende Jahr. Bis dato dürfte sich laut DGQ die Zahl der Unternehmen, die Energieaudits nach DIN EN 16247 / ISO 50002 durchgeführt haben, in Grenzen halten. In diesem Bereich spielen vor allem zwei Faktoren eine Rolle, erklärt die DGQ:

  • Die Unternehmen gehen den Weg des geringsten Widerstands und entscheiden sich für das weniger aufwändige „Alternative System“ nach Anlage 2 der SpaEfV, um Steuern zu sparen.
  • Daneben benutzen Firmen, die ein dauerhaft wirksames Energiemanagementsystem einrichten möchten, die Norm DIN EN ISO 50001 als Regelungsgrundlage für die zu ergreifenden Maßnahmen.

Die Verpflichtung zur Umsetzung von Energieaudits richtet sich laut Energiedienstleistungsgesetz nach der größe des Unternehmens. So müssen alle Betriebe die die kein kleines oder mittleres Unternehmen (KMU) sind sich an die Vorgaben halten. Fabian Loos, DGQ-Trainer für Energiemanagementbeauftragte und Senior Consultant bei der Unternehmensberatung B.A.U.M. ruft dazu auf, schon jetzt in Aktion zu treten: „Zu den betroffenen Unternehmen zählen nicht nur die „klassischen“ produzierenden Großunternehmen sondern auch private Krankenhäuser, Handelsunternehmen, Banken, Versicherungen sowie alle anderen nicht-produzierenden Unternehmen. Die zum vorgenannten Kreis zählenden Unternehmen sollten sich bereits jetzt über die notwendigen nächsten Schritte und Aufgaben informieren.“

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