Stromversorgung Energieeffiziente und intelligente IP67-Netzgeräte für die dezentrale Installation

Autor / Redakteur: Jürgen Gutekunst / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Dezentrale Netzgeräte in Schutzart IP67 sind zwar bislang schon verfügbar, sie haben jedoch einen großen Nachteil. Hat man sie erst einmal verbaut, sind sie in der Regel nur noch schwer zugänglich - was ihre weitere Verbreitung bislang erheblich behindert. Grund genug für Balluff, ein Netzteil zu entwickeln, das seinen Zustand visualisiert.

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Balluff hat ein hocheffizientes Netzgerät speziell für den Einsatz in Windenergieanlagen entwickelt. Es punktet mit einem hohen Wirkungsgrad, einer extrem langen Lebensdauer und ist für hohe Schwing- und Schockbelastungen ausgelegt.
Balluff hat ein hocheffizientes Netzgerät speziell für den Einsatz in Windenergieanlagen entwickelt. Es punktet mit einem hohen Wirkungsgrad, einer extrem langen Lebensdauer und ist für hohe Schwing- und Schockbelastungen ausgelegt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Dezentrale und schaltschranklose Installationen in Schutzart IP67 sind ein wichtiger Trend in der industriellen Automatisierung. Die dabei oftmals schwere Zugänglichkeit von Netzgeräten macht ein Monitoring des Zustands und eine einfache und zuverlässige Anzeige der Auslastung, des Verschleißes und der verbleibenden Verfügbarkeit praktisch unmöglich. Abhilfe versprechen jetzt erstmalig intelligente und energiesparende Netzgeräte von Balluff, die über optische Anzeigen schnell erfassbar ihren Zustand visualisieren. Die kompakten Geräte sind nicht nur ein absolutes Novum am Markt, sie bestechen auch durch ihren hohen Wirkungsgrad von >92 Prozent, wodurch sich eine deutlich geringere Wärmeentwicklung ergibt. Das Ergebnis ist eine hohe Lebensdauer von 15 Jahren bei einer MTBF von 800.000 Stunden. Ideale Einsatzgebiete sind dezentrale Installationen in IP67 etwa in der Automobilindustrie, im Maschinenbau und Anlagen zur Windenergieerzeugung.

Überdimensioniert und ohne Monitoring

Netzgeräten schenkt man im Betriebsalltag, wenn sie erst einmal installiert sind, wenig Aufmerksamkeit. Es wird einfach erwartet, dass sie vorhanden sind und mehr oder weniger unauffällig ihren Dienst versehen, also Einschaltströme und wechselnde Belastungen sicher beherrschen sowie bei Spannungseinbrüchen oder Kurzschlüssen eine zuverlässige Versorgung gewährleisten. Dafür hat man üblicherweise, um auf anstehende etwaige Erweiterungen und andere Herausforderungen wie auf dynamische Spitzen vorbereitet zu sein, in der Planungsphase ganz konservativ eine Reserve von 30 bis 50 Prozent eingeplant. Dies verteuert jedoch nicht nur unnötig die Geräte, sondern erfordert unter Umständen auch größere und damit schwerere Bauformen.

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Bei IP67-Netzgeräten kommt noch erschwerend hinzu, dass es bislang keine Geräte am Markt gibt, die dem Instandhalter ein Monitoring des Gerätezustandes, sei es über ein Display oder auch über einen Feldbusanschluss, ermöglichen. Die Geräte sind im Feld häufig sehr schwer zugänglich eingebaut, ein Austausch ist mit einem hohen Aufwand verbunden. Deshalb verlässt man sich, um eine möglichst hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, auf vorbeugende Instandhaltungskonzepte. Diese Vorgehensweise ist zwar sehr sicher, aber auch sehr teuer, denn die Geräte werden häufig mangels Alternative z.B. im Rahmen eines zweijährigen Wartungszyklus weit vor Ende ihrer Lebensdauer ausgetauscht.

Den Zustand genau visualisieren

Dagegen sind die neuen intelligenten IP67-Netzgeräte von Balluff so ausgelegt, dass man sie auch unter Hochlast fahren kann. Sie folgen dynamischen Lasten und so ist eine solch hohe Reserve nicht mehr erforderlich, was sich schließlich auch positiv in einer geringeren Baugröße und niedrigen Anschaffungskosten widerspiegelt. Optische Anzeigen visualisieren dem Nutzer sämtliche Informationen, die er für die Realisierung eines zustandsorientierten Wartungskonzeptes benötigt. Sensoren in Kombination mit einem Mikrocontroller überwachen kontinuierlich im Gerät Verschleißfaktoren wie Temperatur, Überlast, Störungen und andere Randbedingungen. Durch eine intelligente Auswertung dieser Parameter erhält der Nutzer dann erstmals einen Überblick über den Zustand des Gerätes.

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