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ELEKTROTECHNIK 2011 Energieeinsparung stand im Fokus

| Redakteur: Reinhard Kluger

Die ELEKTROTECHNIK 2011 ging nach vier Messetagen am Samstag, den 17. September, mit guter Bilanz zu Ende: Eine ähnliche Besucherzahl wie 2009, gute Stimmung an den Ständen und ein stark gestiegenes Ordervolumen sind zu vermelden.

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40 Prozent höhere Geschäftsabschlüsse pro einkaufendem Fachbesucher vermeldet der Veranstalter für die ELEKTROTECHNIK 2011 für dieses Jahr gegenüber 2009.
40 Prozent höhere Geschäftsabschlüsse pro einkaufendem Fachbesucher vermeldet der Veranstalter für die ELEKTROTECHNIK 2011 für dieses Jahr gegenüber 2009.
( Archiv: Vogel Business Media )

Gespannt waren sie alle auf Verlauf und Bilanz: „Dies war die erste ELEKTROTECHNIK nach der Energiewende in Deutschland“, bringt Lothar Hellmann, Vorsitzender des Fachverbandes Elektro- und Informationstechnische Handwerke NRW, fachlicher Träger der Fachmesse, auf den Punkt, warum dieses Jahr die Dortmunder Fachmesse auch ein Barometer der besonderen Art war. Sparsamer Umgang mit Energie durch den Einsatz moderner Haus- und Gebäudetechnik, so lautete denn auch einer der Schwerpunkte der diesjährigen Veranstaltung. „Denn Energie, die eingespart wird, muss gar nicht erst produziert werden“, sagt Hellmann. Sabine Loos, Hauptgeschäftsführerin der Westfalenhallen Dortmund GmbH und Geschäftsführerin der Messe Westfalenhallen Dortmund GmbH, zieht ein positives Fazit: „Unsere Fachmesse hat sich erneut als Innovationsplattform erwiesen. Sie ist in ihrem Segment die Nummer eins.“ Und: Der ZVEI päsentierte in Dortmund eine wissenschaftliche Studie. Sie zeigt: Gebäudeautomatisierung reduziert den Energieverbrauch drastisch.

Gute Stimmung in Dortmund

Viel Lob zollten wichtige Aussteller der Veranstaltung: „Die Messe ELEKTROTECHNIK spielt, genau wie Borussia Dortmund, in der Champions League“, so Walter Mennekes, Geschäftsführender Gesellschafter der Mennekes Elektrotechnik GmbH & Co. KG. Für Kai-Uwe Pirweck, Geschäftsführer der Zumtobel Licht GmbH, ist die ELEKTROTECHNIK „die wichtigste Fachmesse nach der internationalen light + building“. Und Daniel Hager, Vorstandsvorsitzender der Hager Group, sagt: „Die ELEKTROTECHNIK gilt zurecht als führende Fachmesse ihrer Art in Deutschland. Wir messen ihr für unseren Vertrieb große Bedeutung bei und sehen diese Bewertung 2011 bestätigt.“

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Beherrschte auf der letzten Messe 2009 noch die Wirtschaftskrisedie Gespräche an den Ständen, so herrschte jetzt Optimismus. Bei der Besucherbefragung durch ein unabhängiges Messe-Marktforschungsinstitut sagten 21,8 Prozent der Fachbesucherihrer Branche eine stark steigende Tendenz voraus. 2009 waren es noch 10,7 Prozent gewesen. Weitere 40 Prozent prognostizieren ihrer Branche in diesem Jahr immerhin eine leicht steigende Tendenz.

Die Branche boomt

Kein Zweifel also: Die Branche boomt. Rund 22.300 Fachbesucher kamen nach Dortmund – das waren etwas weniger als 2009. Auf Ausstellerseite verzeichnete die 2011er-Veranstaltung einen Zuwachs von 12 Prozent. Nach der Messe gab es positive Stimmen von Ausstellern. Albrecht Driescher, Geschäftsführender Gesellschafter der Fritz Driescher KG: „Die ELEKTROTECHNIK ist neben der Hannover Messe eine unserer beiden Schwerpunktmessen. Der Großteil unserer Kunden kommt aus der Region um Dortmund, und sie waren 2011 alle hier. Wir sind mit dem Zuspruch auf der ELEKTROTECHNIK sehr zufrieden, die Fachbesucherqualität war super.“ Das hat auch Werner Wischermann, Geschäftsführer der ASR-Electronic GmbH, beobachtet: „Die Qualität der Fachbesucher war gut. Es waren auch viele neue Besucher da.“ Die Besucherbefragung stützt letztere Beobachtung, denn der Anteil der Neubesucher hat sich 2011 im Vergleich zu 2009 von 32,5 auf 34,7 Prozent erhöht.

Stände mit Besuchern gut ausgelastet

Michael Wilczek, zuständig für den Deutschlandvertrieb der Eaton Electric GmbH, erklärt: „Wir nehmen ansonsten grundsätzlich an keiner Regionalfachmesse teil. Diese Messe aber war ein voller Erfolg. Da es so voll am Stand war, mussten wir Besuchergruppen zeitweise über Kopfhörer informieren. Wir haben hier eine Neuheit vorgestellt, die erst kurz vor der Messe fertig gestellt wurde: Ein integriertes Funksystem zur Steuerung von Gebäudefunktionen wie Licht, Heizung oder Solaranlage.“ Daniel Luft, Prokurist der Trilux Vertriebs-GmbH: „Wir hatten mit unserer Messebeteiligung Elektroplaner und das Handwerk im Fokus. Mit der Resonanz auf unseren Stand sind wir sehr zufrieden. Unsere 13 Außendienstmitarbeiter waren durchgehend gut ausgelastet. Wir haben hier unter anderem den Technologiewandel hin zur LED-Beleuchtung präsentiert.“

Exklusive Kundenkontakte

Neben der weitaus größten Besuchergruppe aus Nordrhein-Westfalen kamen auch Besucher aus zahlreichen anderen Bundesländern, etwa aus Bayern, Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz. 33,2 Prozent der Besucher legten 50 bis 100 Kilometer Anreise für den Besuch zurück, 21,4 Prozent fuhren 100 bis 300 Kilometer weit, und 5,3 Prozent der Besucher – und damit deutlich mehr als 2009 – kamen aus mehr als 300 Kilometern Entfernung.

Besucher: Manche kommen nur nach Dortmund

Mehr als ein Drittel aller Fachbesucher erreichen die Aussteller nur in Dortmund,denn diese Besuchergruppe besucht außer Dortmund keine andere Messe vergleichbarer Thematik in Deutschland, auch nicht die light + building. 73,4 Prozent der Fachbesucher gaben an, ausschlaggebend, mitentscheidend oder beratend an Einkaufs- und Beschaffungsentscheidungen in ihrem Unternehmen beteiligt zu sein. Sie entsprachen den Erwartungen der Aussteller. Johann Meints, Marketingleiter der Doepke Schaltgeräte GmbH: „Wir haben auf der ELEKTROTECHNIK 2011 gute Gespräche mit den Fachbesuchern geführt.“

Stark gestiegenes Ordervolumen

Eine Folge der boomenden Konjunktur: Fachbesucher, die Geschäftsabschlüsse tätigten, orderten deutlich mehr als noch 2009. Im Schnitt stieg das Volumen der Geschäftsabschlüsse auf der Messe von rund 24.000 auf rund 34.000 Euro pro Kopf – eine Zunahme von mehr als 40 Prozent! Allein jeder fünfte ordernde Fachbesucher investierte über 100.000 Euro. Auch Peter Rieger, Vertriebsleiter Deutschland bei der J. Auer Signalgeräte GmbH, konnte von der WLEKTROTECHNIK 2011 konkrete Aufträge mit nach Hause nehmen. „Es gab Bestellungen gleich hier auf der Messe – was heute längst nicht mehr allgemein üblich ist“, sagt er. „Wir hatten Besucher hier am Stand, die wir über andere Kanäle nicht erreicht hätten.“ Für 81,3 Prozent der Aussteller sind die Erwartungen, mit den sie zur Messe gekommen waren, teilweise oder vollständig erfüllt bzw. sogar noch übertroffen worden. Dies ergab eine repräsentative Ausstellerbefragung auf der Messe.

Zufriedene Besucher

Das Angebot der ELEKTROTECHNIK war 2011 umfassend. Hans-Werner Ribjitzki, Geschäftsführer der ELSPRO Elektrotechnik GmbH, bestätigt dies: „Unter den Ausstellern sind in Dortmund wirklich alle Großen vertreten, die auch auf der light + building ausstellen.“ Unter den Fachbesuchern gaben nur 7,5 Prozent – und damit noch einmal deutlich weniger als 2009 – an, sie hätten im Ausstellungsspektrum etwas vermisst. 87 Prozent fassten für sich zusammen, der Besuch habe sich gelohnt. Neun von zehn Fachbesuchern urteilten, es gebe an der Messe nichts zu verbessern. Unter den Veranstaltungen des umfangreichen Rahmenprogramms bekam der „Dortmunder Lichttag“ von ihnen die beste Note. Ein Drittel der Fachbesucher beurteilte die 2011er-Messe besser als die Vorgängermesse 2009. Für etwa die Hälfte war die Qualität gleich. Die Besucher haben nach eigenen Angaben mehrheitlich vor, die ELEKTROTECHNIK 2011 wieder zu besuchen. 87,5 Prozent der Fachbesucher sprachen sich bereits jetzt für einen erneuten Besuch aus. Die ELEKTROTECHNIK 2013 findet vom 11. bis 14. September statt.

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