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Second-Life Energiespeicher- und Steuerungssystem mit Elektroauto-Akkus

| Redakteur: M.A. Bernhard Richter

Eine Partnerschaft von Nissan und Eaton soll Forschungsarbeiten, Machbarkeitsstudien und Geschäftsmodelle umfassen, um wirtschaftliche Energiespeicher- und Steuerungsanwendungen zu entwickeln.

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Nissan und Eaton stellten im Rahmen der Weltklimakonferenz in Paris ein Energiespeichersystem auf Grundlage von gebrauchten Elektroauto-Akkus vor.
Nissan und Eaton stellten im Rahmen der Weltklimakonferenz in Paris ein Energiespeichersystem auf Grundlage von gebrauchten Elektroauto-Akkus vor.
(Bild: Richter/konstruktionspraxis )

Eaton und Nissan haben die Unterzeichnung einer Vereinbarung zur Ermittlung der Machbarkeit einer gemeinsamen Entwicklung, Industrialisierung und Kommerzialisierung von Energiespeicher- und Steuerungssystemen bekannt gegeben, bei der Expertise und Industrieanlagen beider Unternehmen genutzt werden sollen. Die Kohlenstoffdioxidreduzierung in Industrieländern, die Einspeisung periodischer erneuerbarer Energiequellen in das Stromnetz bei gleichzeitiger Aufrechterhaltung der Netzstabilität und des Wirtschaftswachstums sowie die steigende Bereitstellung von Energie ohne drastische Erhöhung der CO2-Emissionen sind heutzutage sehr wichtige Themen.

Saubere Energie – Flächendeckend

Ein erschwingliches Verfahren, saubere Energie flächendeckend in allen Teilen der Welt verfügbar zu machen, ist zentraler Bestandteil der Agenda, um den Klimawandel abzuschwächen. Dies erfordert eine Kombination aus Leistungselektronik und Steuerungssoftware sowie erneuerbarer Energie und stationärer Speicherung in einem einzigen System, das sich für die Installation in unterschiedlichsten Umgebungen eignet. Mit langjähriger Erfahrung in der Batterie-/Akkufertigung sowie mehr als 50 Jahren Erfahrung im Bereich der Leistungselektronik sehen sich Nissan und Eaton für die Herausforderung und ihre wegweisende Partnerschaft gerüstet, um dieses Ziel mit verfügbarer Technologie zu erreichen.

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Robert Lujan, Electric Vehicle Director, Nissan Global: „Die Batterien als Aggregate überleben den typischen Lebenszyklus eines Autos. Auf Grundlage dieses Systems können wir die Lebensdauer unserer bestehenden 24-kWh-Produkte verlängern, so dass wir dem Planeten nicht weitere Ressourcen für die Produktion von neuen Batterien abverlangen zu müssen.“

Cyrille Brisson, Vice President Marketing für den Geschäftsbereich Electrical bei Eaton in der Region EMEA fügte dem hinzu: „Diese Systeme sollen eine flächendeckende Einführungen und Bereitstellungen für die Erzeugung erneuerbarer Energien erleichtern, wodurch die Menschen eine bessere Kontrolle über ihre Energieversorgung und ihren Energieverbrauch haben.“ „Eine solche Anlage bringt viele Vorteile mit sich, z. B. Versorgungskontinuität, erhöhte Stromnetzstabilität und -effizienz, Verzicht auf Energiespitzentarife und geringere Abhängigkeit von teuren Kraftstoffen wie Diesel, um eine fehlende oder schlechte Stromversorgung zu überbrücken“, so Brisson. „Mehr als 3 Milliarden Menschen nutzen umweltschädliche und ineffiziente Koch-, Beleuchtungs- und Heizmethoden, die zudem auch teuer und gesundheitsschädlich sind. Wenn diesen Menschen sowie den 1,2 Milliarden Menschen, die bisher überhaupt keinen Zugang zu Elektrizität haben, sauberere und erschwinglichere Energie bereitgestellt werden könnte, kann dies die Welt verändern“, ergänzt Brisson.

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