Studie Erneuerbare Energien können Deutschlands Strombedarf komplett abdecken

Redakteur: Stéphane Itasse

Bis 2050 lässt sich die deutsche Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Dies ist mit der besten bereits heute am Markt verfügbaren Technik möglich. Voraussetzung ist aber, dass der Strom sehr effizient genutzt und erzeugt wird. Das zeigt die Studie des Umweltbundesamtes „Energieziel 2050: 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen“, wie die Behörde mitteilt.

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Eine komplette Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien ist laut einer Studie des Umweltbundesamtes bis 2050 möglich. Bild: Siemens
Eine komplette Umstellung der Stromversorgung auf erneuerbare Energien ist laut einer Studie des Umweltbundesamtes bis 2050 möglich. Bild: Siemens
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Umweltbundesamt hat die Umstellung auf 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien in drei Grundszenarien untersucht. Die jetzt vorgelegte Studie basiere auf dem Szenario „Regionenverbund“. In diesem Szenario würden alle Regionen Deutschlands ihre Potenziale für erneuerbare Energien weitgehend ausnutzen. Es finde ein deutschlandweiter Stromaustausch statt. Nur zu einem geringen Anteil werde Strom aus Nachbarstaaten importiert.

Genaues Modell spricht für erneuerbare Energien

Die dafür nötigen Berechnungen hat das Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik (IWES) im Auftrag des Umweltbundesamtes erstellt. Die Wissenschaftler des IWES haben dieses Szenario für vier Wetterjahre stundengenau modelliert.

Umweltbundesamt-Präsident Jochen Flasbarth erläutert: „Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass die Stromversorgung bis 2050 vollständig auf erneuerbaren Energien basieren und die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleistet werden kann.“

Die unterschiedlichen Erzeugungsarten der erneuerbaren Energien, die Speicher und das Lastmanagement sind im Szenario Regionenverbund genau aufeinander abgestimmt, heißt es. Dadurch könnten Fluktuationen, die bei erneuerbaren Energien auftreten, jederzeit sicher ausgeglichen werden.

Umweltbundesamt plädiert für starken Ausbau erneuerbarer Energien

Um die Stromversorgung umgestalten zu können, ist es laut Umweltbundesamt notwendig, die erneuerbaren Energien, die Netze und die Speichersysteme deutlich auszubauen. Die Möglichkeiten, Strom einzusparen, müssten außerdem ausgeschöpft werden.

Die Gebäudedämmung muss entscheidend verbessert werden, damit künftig nicht zuviel Strom für die Wärmeversorgung von Gebäuden gebraucht wird. Auch müssen die Lastmanagementpotenziale erschlossen werden, um die Stromnachfrage besser an die fluktuierende Stromerzeugung vor allem aus Wind- und Solarenergie anzupassen.

In einer Folgestudie untersucht das Umweltbundesamt zwei mögliche Alternativen zum Szenario Regionenverbund, das Szenario „Großtechnologie“ und das Szenario „Autarkie“.

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