Quantencomputing Erster Quantencomputer Europas geht in Stuttgart in Betrieb
Die Fraunhofer-Gesellschaft und IBM schließen eine Partnerschaft, um die Erforschung und Nutzung von Quantencomputern in Deutschland voranzutreiben. Ab 2021 geht dazu der erste Quantencomputer Europas in Betrieb.
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Eine kürzlich beschlossene Kooperation zwischen der Fraunhofer-Gesellschaft und IBM soll das Quantencomputing in Deutschland voranbringen. Dazu wird zum Jahresbeginn 2021 ein IBM Q System One Quantencomputer in Stuttgart in Betrieb gehen. Es wird das erste seiner Art in Europa sein.
Bereits zum 1. April 2020 erhalten interessierte Unternehmen und Forschungseinrichtungen durch die Fraunhofer-Gesellschaft über die Cloud Zugriff auf die weltweit größte Gruppe von IBM Quantenrechnern, die derzeit 15 Systeme umfasst und im US-Bundesstaat New York installiert ist.
Ein nationales Fraunhofer-Kompetenznetzwerk für Quantencomputing will Partner aus der Forschung und Industrie koordinieren. Dieses hat sich die Weiterentwicklung und den Transfer anwendungsorientierter Quantencomputerstrategien unter vollständiger Datenhoheit nach europäischem Recht zum Ziel gesetzt.
Quantencomputing hat laut Fraunhofer-Präsident Prof. Reimund Neugebauer das Potenzial, die komplexen Systeme in Wirtschaft und Industrie zu analysieren, molekulare und chemische Wechselwirkungen zu entflechten, komplizierte Optimierungsprobleme zu bewältigen und Künstliche Intelligenz deutlich leistungsfähiger zu machen. Er erklärt: „Solche Fortschritte könnten die Tür zu neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen und enormen Verbesserungen zum Beispiel bei Lieferketten, der Logistik und der Modellierung von Finanzdaten sowie Problemen aus den klassischen Ingenieurswissenschaften öffnen.“
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