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Selbstcoaching Erwecke den Coach in dir: In vier Schritten zum aktiven Selbstcoaching

| Autor / Redakteur: Sabine Prohaska* / Sariana Kunze

In unserem Leben geraten wir immer häufiger in Situationen, in denen wir uns entscheiden und die Weichen teilweise neu stellen müssen. Das geschieht so oft, dass wir hierfür nichts stets einen professionellen Coach engagieren können. Mit einem Selbstcoaching kann man jedoch auch ohne Unterstützer sein Leben aktiv gestalten. In vier Schritten erfahren Sie, wie Sie sich selbst Coachen können.

Aktiv das eigene Leben gestalten durch Selbstcoaching.
Aktiv das eigene Leben gestalten durch Selbstcoaching.
(Bild: CC0 Public Domain, pixabay.com)

Unsere Lebensbedingungen und -umstände verändern sich immer rascher. Also geraten wir auch häufiger in Situationen, in denen wir uns entscheiden und die Weichen in unserem Leben teilweise neu stellen müssen. Das überfordert viele Menschen – in gewissen Lebensphasen und -situationen. Dies ist ein zentraler Grund, warum das sogenannte Coaching boomt.

Beim Coaching geht es vereinfacht darum, eine Brücke zwischen unserem aktuellen und unserem künftigen Leben zu schlagen. Und der Coach? Er unterstützt seine Klienten, auch Coachees genannt, beim Bewältigen der Herausforderungen, die sich hieraus ergeben – unter anderem, indem er bei ihnen einen Selbstreflexionsprozess bewirkt, der zu einem Erkennen der Problemursachen und möglicher Lösungswege führt.

Diesen Reflexionsprozess können Menschen auch ohne professionelle Unterstützung bei sich auslösen. Und um unser Leben zu meistern, benötigen wir künftig zunehmend diese Kompetenz. Denn aufgrund unseres dynamischen Lebensumfelds und der vielen Optionen, die sich uns bieten, müssen wir immer häufiger die Weichen in unserem Leben teilweise neu stellen. So zum Beispiel, wenn wir vor den Fragen stehen:

  • Soll ich mich beruflich verändern?
  • Welche Form der Beziehung möchte ich mit meinem Partner haben?
  • Wie möchte ich im Alter leben?
  • Was ist mir bei der Erziehung meiner Kinder wichtig?

Kernfrage: Wer bin ich und was will ich?

Eine Voraussetzung für ein erfolgreiches Selbstcoaching ist, dass wir noch über die hierfür nötige (psychische) Kraft verfügen. Das setzt wiederum voraus, dass es in unserem Leben „stabile Zonen“ gibt. Also zum Beispiel soziale Beziehungen, die uns Halt geben. Oder einen Beruf, der uns erfüllt. Oder Werte, die uns als innerer Kompass dienen. Solche stabilen Zonen sind für uns Menschen extrem wichtig, denn aus ihnen erwächst die Kraft, unser Leben aktiv zu gestalten. Fehlen sie, benötigen wir in der Regel professionelle Hilfe.

Eine weitere Voraussetzung für ein erfolgreiches Selbstcoaching ist: Wir müssen uns vom Irrglauben lösen, es gebe den einen richtigen Weg. Und wenn wir ihn finden, sind wir bis ans Lebensende glücklich. Diesen Weg gibt es nicht – auch, weil wir und unsere Bedürfnisse sich im Verlauf unseres Lebens ändern. Deshalb müssen wir uns die Fragen

  • Was ist mir wichtig?
  • Welches Leben will ich führen? Und:
  • Wie kann ich es realisieren?

immer wieder neu stellen. Entscheidend ist, dass wir uns auf den Weg machen und den nächsten Schritt in die angestrebte Richtung gehen. Denn jeder Schritt zieht weitere Schritte nach sich, die uns unserem Ziel näher bringen.

Beim Selbstcoaching begeben wir uns sozusagen auf eine Expedition zum eigenen Ich. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell das Ziel zu erreichen. Vielmehr soll uns im Coachingprozess immer klarer werden, was uns im Leben wichtig ist und uns beim Erreichen unserer Ziele unterstützt

Beim Selbstcoaching lauten die zentralen Fragen:

  • „Wer bin ich?“ und
  • „Was will ich?“

Somit kann Selbstcoaching uns helfen,

  • uns besser kennenzulernen,
  • unsere persönlichen Ziele zu klären und zu erreichen,
  • die hierfür nötigen Entscheidungen zu treffen und
  • die angestrebten Veränderungen zu realisieren.

Eine Voraussetzung hierfür ist, dass wir die richtigen Fragen stellen und passende Übungen kennen, um die erforderlichen Reflexionsprozesse bei uns auszulösen.

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