Steuerung Ethercat-Lösung für 10.000 I/O-Signale

Redakteur: Carina Schipper

Adlink Technology bringt eine neue Ethercat-Lösung auf den Markt. Das System besteht aus dem IEC 61131-3 kompatiblen Automation-Controller Talos-3012 und einem deterministischen Echtzeit-I/O- und EPS-Motion-Control-System. Beide Komponenten steuern gemeinsam automatisierte Prozesse.

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Talos-3012 basiert auf einem Intel Atom Quad-Core-Prozessor E 3845 mit 1,9 GHz Taktfrequenz.
Talos-3012 basiert auf einem Intel Atom Quad-Core-Prozessor E 3845 mit 1,9 GHz Taktfrequenz.
(Bild: Adlink)

Der Ethercat-Master-Controller entspricht in etwa der Größe einer Handfläche. Er verfügt über einen Intel Atom Quad-Core-Prozessor E 3845 mit 1,9 GHz Taktfrequenz. Talos ersetzt die herkömmliche SPS-Programmierung durch eine PC-basierte Programmierumgebung mit Softmotion-Funktionsblöcken. Ein einzelner Master-Controller steuere bis zu 64 Achsen und, über ein verkettetes Slave-System, bis zu 10.000 I/O-Signale, heißt es. Die Rechenleistung des Controllers ermöglicht im Multitasking-Betrieb die simultane Bedienung von Benutzerschnittstelle (HMI), Motion-Control, SPS und Gateway-Operationen für Automatisierungsanwendungen.

Das modulare Design des EPS-Slave-Systems erlaubt die Bereitstellung einer hohen Kanaldichte. Unterstützt von einem spezifischen FPGA-Baustein sorgt ein RISC-Prozessor EPS-Slave-System für mehrere I/O-Module wie analoge und digitale I/Os, Temperaturmessungen, Motion-Control, sowie Ethercat-Kommunikationsmodule, die sich zur Systemerweiterung über eine Daisy-Chain-Struktur verketten lassen.

Einfache Konfiguration

Der Anbieter hat das System auf Interoperabilität mit Ethercat-Servoantrieben und -Produkten von Fremdherstellern geprüft, sodass nur die tatsächlich benötigten Komponenten ausgewählt werden müssen. Mit Hilfe des Konfigurationswerkzeugs Link Master Pro kann das Master-System Slave-Systeme und I/O-Module automatisch erkennen und entsprechende XML-Dateien erzeugen. Die Konfiguration lässt sich ohne zusätzliche Einstellungen abschließen. EPS-Slave-Systeme des Unternehmens unterstützen verschiedene I/O-Signale wie digitale und analoge I/Os, Temperaturmessungen und Motion-Control mit Funktionen zur Statusüberwachung von EPS-Modulen und Systemen wie Übertemperaturerkennung, Unterspannungserkennung, Statusberichte der Slave-Systeme, Fehlerbehandlung, Nutzungszyklus von Relaisschaltern sowie Motion-Control-Statusüberwachung.

Alle Informationen stehen über eine Software zur Verfügung. Das EPS-Slave-System senkt den Aufwand für die Systemwartung, vespricht Adlink. Keines der im Betrieb austauschbaren (Hot-Swappable) Slave-Module erfordert für den Wechsel ein Power-Down, was die mittlere Reparaturzeit (MTTR) verkürzt. Die Ethercat-Produkte arbeiten in einem Betriebstemperaturbereich -20 bis 60 °C. Das Metallgehäuse entspricht Schutzart IP 31.

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