Intelligente Verkabelung Ethernet-Switches sorgen für die Sicherheit im Solarkraftwerk

Autor / Redakteur: Carsten Wendt / Dipl. -Ing. Ines Stotz

Der Photovoltaikmarkt wächst seit Jahren weltweit, und auch für die kommenden Jahre sind die Wachstumsprognosen äußerst positiv. Harting hat für große Solar-Projekte neue und effektive Vernetzungskonzepte entwickelt.

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Ein von Solon SE, einem führenden, solaren Systemhaus und einer der größten Solarmodul-Produzenten in Europa, errichteter Solarpark
Ein von Solon SE, einem führenden, solaren Systemhaus und einer der größten Solarmodul-Produzenten in Europa, errichteter Solarpark
( Archiv: Vogel Business Media )

Auch für 2011 rechnet die Photovoltaikbranche mit einem neuen Zubaurekord. Nach Schätzungen wurden im Jahre 2010 weltweit etwa 15,8 GW neue Solaranlagen errichtet. Im Vergleich zu 2009 ist dies ein Wachstum von rund 118,7 Prozent. Zahlen, die die Bedeutung der erneuerbaren Energien für die Stromversorgung der Zukunft demonstrieren. Damit aber nicht genug: Aufgrund der steigenden Kosten bei den fossilen Brennstoffen und des Drucks, den CO2-Ausstoß bei der Energieerzeugung weiterhin zu reduzieren, wird auch für die kommenden Jahre mit einem starken Wachstum gerechnet.

Energiebedarf und Umweltschutz entwickeln sich dabei parallel zueinander: Länder mit einer rasch expandierenden Wirtschaftsleistung und einem steigenden Wohlstandsniveau haben einen enormen Energiebedarf, der umweltschonend gedeckt werden soll. Zum Beispiel wächst der türkische Strommarkt zurzeit mit rund 7 Prozent pro Jahr. Um unabhängig von Rohstoffimporten zu sein, kündigte die türkische Regierung 2009 an, die erneuerbaren Energien stärker zu fördern. Indien plant, bis zum Jahr 2022 rund 20 GW Solarleistung zu installieren. In Südeuropa wird bis zum Jahr 2020 eine Gesamtleistung von rund 38 GW installiert sein.

Die Kosten für PV-Anlagen sind seit 2006 allein in Deutschland um rund 45 Prozent gesunken. Dies geht freilich nicht allein auf den Ausbau der Produktionskapazitäten zurück, sondern auch darauf, dass zunehmend kostengünstige Automatisierungskomponenten verwendet werden.

Kostenreduzierung mit günstigen Ethernetkomponenten

Die Harting Technologiegruppe hat in den letzten Jahren mit namhaften Photovoltaik-Herstellern im In- und Ausland neue Systemlösungen für die Vernetzung und Verkabelung von großen Solarstromanlagen erarbeitet und umgesetzt. Beispiele dafür sind die Projekte der vergangenen Jahre, die für die Solon SE in Europa und Nordamerika umgesetzt wurden. Solon SE ist ein führendes, solares Systemhaus und einer der größten Solarmodul-Produzenten in Europa. Darüber hinaus konzipiert und errichtet das Unternehmen mit Hauptsitz in Berlin Großdachanlagen und schlüsselfertige Solarkraftwerke weltweit.

Für die Wahl ihres Verkabelungspartners für Großkraftwerks-Projekte waren für die Solon SE hohe Verfügbarkeit des Ethernetnetzwerks und einfache kostengünstige Ethernetkomponenten ausschlaggebende Kriterien.

Die mehrere Megawatt großen Solarparks haben einen hohen Flächenbedarf (zwischen 10.000 m² und 100.000 m²), daher übersteigen die von der Verkabelung zu überbrückenden Entfernungen die maximal zulässige Distanz von 100 m bei Patchkabeln regelmäßig. Aus diesem Grund bietet die Vernetzung der Schaltschränke über optische Ethernet-Ports wesentliche Vorteile gegenüber RJ45-Patchkabeln. So wurde beim Solarpark in Gila Bent im US-Staat Arizona, den Solon im Auftrag des lokalen Stromversorgers Arizona Public Services baut, für das 18-MW-Kraftwerk mit einachsiger Nachführung das Produkt sCon 3000 von Harting ausgewählt. Für die Vernetzung des Kraftwerks setzt Solon SE die Harting Ethernet-Switche sCon 3082-AD für einen 100 Mbit/s Multimode Fibre Optic Ring (62,5/125 μm) ein.

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