Frost & Sullivan Studie EU-Förderungen sollen europäischem SCADA-Markt Schwung bringen

Redakteur: Sariana Kunze

Frost & Sullivan veröffentlichte eine neue Studie zum Thema europäischer SCADA-Markt. Der Studie nach sollen europäische Fonds den SCADA-Markt in den den Sektoren für Strom, Wasser und Abwasser begünstigen.

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Größere Investitionen in den europäischen Sektoren für Strom- und Wasserversorgung und Abwasser werden zusammen mit den bestehenden Möglichkeiten in Bezug auf EU-Förderungen Schwung in den europäischen Markt für Überwachung, Steuerung und Datenerfassung (SCADA) bringen. Staatliche Hersteller und Systemintegratoren, die in diesem wachsenden Markt erfolgreich tätig sein wollen, sollten sich darauf konzentrieren, für verstärkte Netzwerksicherheit zu sorgen und die Endverbraucher über Kosteneinsparungen und Prozessoptimierung durch SCADA-Lösungen zu informieren.

Laut einer aktuellen Studie von Frost & Sullivan, erwirtschaftete der europäische SCADA-Markt im Jahr 2009 Umsätze von 1.325,2 Mio. US-Dollar und soll bis zum Jahr 2016 auf 1.902,1 Mio. US-Dollar anwachsen. Folgende Endverbrauchersektoren sind in der Studie erfasst: Erdöl/Erdgas, Strom, Wasser, Abwasser u.a., einschließlich SCADA auf Betriebsebene (in den Branchen für Lebensmittel und Getränke, pharmazeutische Produkte, Chemikalien und in der Zellstoff- und Papierindustrie) sowie die Automobilindustrie und das Transportwesen. Erfasst werden in der Studie unter anderem die Produktkategorien Software, Hardware und Dienstleistungen.

„Die boomenden Wirtschaften in Osteuropa und der stabile und wachsende deutsche Markt leisten Vorschub für größere Investitionen“, sagte Katarzyna Owczarczyk, Research Analystin bei Frost & Sullivan. „Deutschland war immer schon ein wichtiger Schlüsselmarkt in fast allen Endverbrauchersektoren und ist daher auch der größte regionale SCADA-Markt in Europa.“ Mit einem Marktanteil von 25,5 Prozent im Jahr 2009 war Deutschland führend bei der Verbreitung dieser Technologie, mit einer bisher hohen Einführungsrate für SCADA-Systeme.

Investitionen nehmen weiter zu

Zunehmende Investitionen in Westeuropa und der Nordsee, vorgelagerte Verfahrensschritte und der steigende Energiebedarf, Nachrüstungen und auch die geplanten großen Erdöl- und Erdgas-Piplines sind einige der wichtigsten Faktoren, die den SCADA-Markt in Europa antreiben.

SCADA-Systeme gelten als ideale Lösungen für Betriebseffizienz und bieten ein ausgewogenes Preis-Leistungs-Verhältnis für Investitionen. Neben den Sektoren Erdöl/Erdgas, Strom, Wasser, Abwasser ist auch in der Lebensmittel- und Getränke-Branche und in der Pharmaindustrie eine rasche Hinwendung zu SCADA-Systemen zu verzeichnen.

„Über die Aktivierung von Befehlen durch das SCADA-System basierend auf Tarifinformationen, wird eine effizientere Nutzung von Energie ermöglicht“, erklärt Owczarczyk. „Durch den Einsatz von historischen Daten, die vom SCADA-System erfasst und in Datenlagen gespeichert werden, können Spitzen und Tiefpunkte im Bedarf vorhergesehen werden.“ Dies ist besonders in den innerstädtischen und landesweiten verteilten Netzwerken von Bedeutung, wie auch in Netzwerken in großstädtischen Gebieten.

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