Reichle & De-Massari (R&M)

Europa im Glasfaser-Zeitalter

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Vielfalt der Netzkonzepte erfordert Modularität

Die neue Generation des LC Duplex verfügt über einen integrierten Laserschutz und lässt sich mit einem dreistufigen Sicherheitssystem versehen Bild: R&M (Archiv: Vogel Business Media)

Aber: Jedes Land, jede Stadt und Region hat andere Standortbedingungen und eigene Ausbaupläne. Da ist Know-how, Innovation und flexible Verkabelungstechnik gefordert – wie R&M sie bietet. Das Schweizer Familienunternehmen sieht sich als führender Anbieter, der alle aktuellen Konzepte bzw. Protokollsysteme für Breitband- und Ultrabreitband-Übertragung unterstützt. R&M bietet Lösungen sowohl für den kompletten Neuaufbau von Glasfasernetzen als auch für hybride Netze und für die schrittweise Migration von Kupfer und Koax zu Glasfaser.

Ermöglicht wird dies durch ein modulares Sortiment für Kupfer- und Glasfaserverkabelung. Es deckt den Kommunikationspfad von den Vermittlungszentralen und Rechenzentren über die Netzknoten und Kabelverzweiger im Außenbereich bis zum Gebäude- und Teilnehmeranschluss ab und bezieht darüber hinaus die hausinterne Vernetzung mit ein. Das modulare Prinzip erlaubt den Netzbetreibern, ihre FTTH-Projekte nach ihren Strategien, Investitionsmöglichkeiten und Standortbedingungen zu planen und ihren Markt flexibel nach Bedarf und Wettbewerbslage zu erschließen.

Massiv investiert R&M derzeit in die Entwicklung neuer Produkte, die Installations- und Wartungsarbeiten weiter beschleunigen und sicherer machen. R&M hat das Investitionsvolumen für die Entwicklung von neuen Produktlösungen der Glasfasertechnologie gegenüber dem Vorjahr für 2009 um zehn Prozent erhöht.

Standards: Schweiz geht vorbildlichen Weg

Die Venus Box FML: eine „Climate-Proofed“, staub- und spritzwassergeschützte Plattform für Fiber-Optic-Kleinverteiler mit vier Faserabschlüssen am Übergabepunkt zum Teilnehmer Bild: R&M (Archiv: Vogel Business Media)

Neben den Vorreitern Schweden, Niederlande und Italien sieht R&M die Schweiz selbst derzeit in einer günstigen Ausgangsposition. Das in Zusammenarbeit mit einer FTTH-Arbeitsgruppe (intialisiert durch das Bundesamt für Kommunikation) entstandene Schweizer Vier-Fasern-Modell für FTTH-Anschlüsse bei Endkunden gilt international als Vorbild. Es fördert Kooperation und Wettbewerb gleichermaßen. Durch Kooperationen beim Verkabeln und gemeinsame Standards – z.B. für Schnittstellen und Steckdosen – können die Netzbetreiber Kosten sparen. Durch die Bereitstellung mehrerer Fasern kann man leicht den Provider wechseln. Entbündelung und Wettbewerb am Netzzugang, Open Access genannt, wären somit sichergestellt.

Kein anderes europäisches Land hat einen solchen für Netzbetreiber attraktiven Weg eingeschlagen. In der Regel gibt es derzeit nicht einmal nationale Standards für den Hausübergabepunkt, so die Erfahrungen von R&M. Hinderlich sind auch die offenen Regulierungsfragen der EU-Kommission und der nationalen Behörden.

Immerhin: In den Niederlanden haben die Behörden eine Lösung für die Wettbewerbsregulierung in den Zugangsnetzen gefunden, die bereits einen Boom beim Aufbau von Glasfasernetzen ausgelöst hat. Skandinavien, das Baltikum, die osteuropäischen Staaten, Österreich, Frankreich und Portugal werden in den nächsten fünf Jahren einen FTTH-Schub erleben, erwartet R&M. Insbesondere kommen die Standorte schnell voran, wo örtliche Versorger und kleine Netzbetreiber schnell und marktgerecht handeln, wo Kommunal- und Regionalpolitik einen gewissen Druck aufbauen oder wo die örtliche Nachfrage nach Bandbreite und zuverlässigeren Internetanbindungen massiv artikuliert wird.

Hintergrundinformationen bietet das Kundenmagazin

Aufgrund seines internationalen Engagements kennt R&M FTTH-Strategien auf den Märkten von Europa bis Fernost. Bei einer Reihe von Großprojekten hat R&M in jüngster Zeit als Berater und Lieferant der Verbindungs- und Verteilertechnik mitgewirkt. „R&M weiß, wie man Glasfasernetze an unterschiedlichsten Standorten effizient und kostengünstig bis in die Gewerbegebiete, Quartiere, Wohn- und Geschäftshäuser vorantreibt“, sagt Martin Reichle. Entscheidungshilfen und Hintergrundinformationen bietet das aktuelle R&M-Kundenmagazin Connections Nr. 36, das man von der Internetsite www.rdm.com herunterladen kann.

Letzte Hürde: Heimverkabelung

„Bei aller FTTH-Euphorie darf nicht vergessen werden, dass die hausinterne Verkabelung sehr häufig noch gar nicht den Breitband-Anforderungen entspricht“, betont R&M. Das Breitband-Angebot muss den Verbrauchern innerhalb der Häuser – wie Wasser, Wärme und Strom – uneingeschränkt zur Verfügung stehen, um akzeptiert zu werden und seinen vollen Nutzen entfalten zu können. Damit der Abschnitt zwischen Hausübergabepunkt und den Anwendungen in der Wohnung nicht zum Flaschenhals wird, rät R&M auch hier zu durchgängigen Lösungen. In dieser Beziehung sieht man die Schweiz ebenfalls im Vorteil gegenüber anderen Standorten, denn führende Provider bieten den Haus- und Wohnungsbesitzern eine Aufrüstung der Hausverteileranlagen gleich mit an.

Der Aufwand ist überschaubar, so die Erkenntnisse von R&M. Schon mit einer Investition von wenigen Hundert Euro lässt sich ein Multimedia-Heimnetzwerk installieren. „Wir haben für jede typische Gebäudesituation – besonders für Altbauten – ein Szenario definiert, das Installateure, Planer und Hausbesitzer abrufen können“, erläutert Andreas Klauser, R&M-Systemmanager für Heimverkabelung. Innovative Glasfaserkabel für Altbauten stehen bereits auf dem Markt zur Verfügung. Sie sind besonders dünn, lassen sich leicht biegen und damit auch bei engen Platzverhältnissen risikolos verlegen.

Für Neubauten und Umbauten empfiehlt R&M das Homewiring-System mit strukturierter Verkabelung nach EN 50173-4. Es ermöglicht professionelle Breitband- und Multimediaversorgung bzw. Hochleistungs-Datenübertragung für alle Anwendungen im Haus. Die am FTTH-Wohnungsanschluss bereitgestellte Leistung ist damit in jedem Raum flexibel nutzbar. „Je höherwertiger die Infrastruktur, desto ausgiebiger werden die Unterhaltungs-, Informations- und Business-Angebote des Internets in Anspruch genommen. Dieser Trend lässt sich weltweit beobachten und bestätigt, dass FTTH der richtige Weg ist“, resümiert Roland Kohler. Eine Studie der Beratungsgesellschaft Ventura bestätigt: Haushalte mit FTTH-Anschluss generieren dreimal mehr Datenverkehr als Haushalte mit DSL-Anschluss.

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