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Energiespeicher Europas größte Batterie

| Redakteur: Robert Weber

Die Energiewelt schaut am Dienstag nach Schwerin Lankow. In der norddeutschen Landeshauptstadt geht der größte kommerzielle Batteriespeicher Europas ans Netz. Der Wirtschaftsminister kommt, der Landesvater reist an und die Verantwortlichen warten gespannt auf den Anlauf.

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Wemag-Mitarbeiter installierten die Akkus.
Wemag-Mitarbeiter installierten die Akkus.
(Bild: Wemag)

Seit September 2013 lässt der kommunale Energieversorger Wemag AG vom Berliner Unternehmen Younicos den 5MW/5MWh-Batteriespeicher auf Basis von Lithium-Ionen-Akkus errichten. Im März erfolgte die Lieferung und Installation der Mittelspannungs-Transformatoren und -Schaltanlage. Seit der zweiten Aprilwoche wurden die 25.600 Akkuzellen eingebracht. Die Lithium-Manganoxid-Zellen stammen vom südkoreanischen Hersteller Samsung SDI. Das Unternehmen schickte koreanische Mitarbeiter, die eine Eingangsprüfung durchführten und die Installation der 1600 Trays überwachten. Diese enthalten jeweils 16 einzelne Akkus. Anschließend erfolgt die Verkabelung der Kommunikationsmodule, bevor die einzelnen Elemente elektrisch verschaltet werden.

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Das Batteriekraftwerk mit einer Leistung von 5 MW soll das Stromnetz stabilisieren, auch bei schwankender Einspeisung erneuerbarer Energien. Die Akkus liefern ihre Leistung innerhalb von Sekundenbruchteilen und stellen damit das Regelpotenzial einer konventionellen 50 MW Turbine bereit. Dadurch wird Kapazität frei, die für Strom aus Wind und Sonne genutzt werden kann.

Der Schweriner Batteriespeicher soll trotz seines Pilotcharakters wirtschaftlich betrieben werden. „Nach der Anschubfinanzierung durch das Innovationsprogramm des Bundesumweltministeriums in Höhe von 1,3 Mio. Euro wird der Großspeicher sein Geld am Primärregelenergiemarkt verdienen“, erklärte Thomas Pätzold, Vorstand der Wemag.

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