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Rittal

Ex-Rechenzentrum verwandelt sich in Warteraum der Gießener Tafel

| Redakteur: Sariana Kunze

Ein Rittal-Container wird in Gießen zum Schutzraum umfunktioniert. Das Ex-Rechenzentrum stand die vergangenen drei Jahren in Herborn für ein Bundesforschungsprojekt. Jetzt dient der Container der Gießener Tafel als Warteraum für Bedürftige.

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v.l. Erich Gelzenleuchter (Gießener Tafel), Markus Ankel (Rittal Systemingenieur), Ulrich Heinz (Firma Dornseiff, Transport und Aufstellung), Regina Wiechens-Schwake (Leiterin Unternehmenskommunikation Rittal), Volker Kreiling (Kreiling) und Holger Claes (Leiter Diakonie Gießen) vor dem neuen Warteraum der Gießener Tafel.
v.l. Erich Gelzenleuchter (Gießener Tafel), Markus Ankel (Rittal Systemingenieur), Ulrich Heinz (Firma Dornseiff, Transport und Aufstellung), Regina Wiechens-Schwake (Leiterin Unternehmenskommunikation Rittal), Volker Kreiling (Kreiling) und Holger Claes (Leiter Diakonie Gießen) vor dem neuen Warteraum der Gießener Tafel.
(Rittal )

Rund 750 Haushalte versorgt die Gießener Tafel pro Woche mit Lebensmitteln. Davon kommt ein Großteil der Bedürftigen direkt zur Zentrale in den Leimenkauter Weg 59. Der schmale Dachüberstand bietet bei Regen und Schnee wenig Schutz – Wartende an der Lebensmittelausgabe waren dem schlechten Wetter schutzlos ausgesetzt. Mit dem Container von Rittal hat sich die Situation nun verbessert: Auf den rund 20 Quadratmetern lässt sich die Wartezeit trocken verbringen.

Die Idee, einen Rechenzentrumscontainer in einen Warteraum umzufunktionieren, stammt von Rittal-Mitarbeiter Markus Ankel. Er berät als Systemingenieur IT-Kunden in Süddeutschland. Dass der Container aus technischen Gründen nicht weiter als Rechenzentrum dienen konnte, ließ ihn kreativ werden, denn seit vier Jahren ist Ankel einmal wöchentlich abends für die Tafel unterwegs, um Lebensmittel abzuholen. Mit seiner Idee traf er bei Rittal und beim Diakonischen Werk Gießen, zu dem die Tafel gehört, auf offene Ohren. „Damit ist ein Wunsch in Erfüllung gegangen, den wir als Betreiber der Gießener Tafel, aber auch viele Nutzer uns immer wieder vermittelt haben“, sagte Holger Claes, Leiter des Diakonischen Werkes Gießen. „Der neue Container hilft uns, die unbefriedigende Wartesituation für die Tafelnutzer zu verbessern.“

Erst im Dienst der Forschung, jetzt im Dienst der Menschen

Was jetzt als Warteraum neue Verwendung gefunden hat, war von 2011 bis 2014 Herzstück des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten Forschungsprojektes AC4DC – Adaptive Computing for Green Data Centers: Der Container beherbergte das Rechenzentrum in Herborn. Gemeinsam mit weiteren Projektpartnern ist Rittal der Frage nachgegangen, wie sich die Energieeffizienz in Rechenzentren steigern lässt. Ergebnisse von AC4DC sind in die Rechenzentrumslösung RiMatrix S eingeflossen.

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