IWKA-Gruppe Experte für Fertigungs- und Verpackungsanlagen schließt Restrukturierung ab

Redakteur: Stéphane Itasse

Die Auftragseingänge der fortgeführten Geschäfte (Continuing Operations) lagen 2006 mit 1,6198 Mrd. Euro um 10,4% über denen des Vorjahres 2005. Der Auftragsbestand Ende 2006 ließ

Gerhard Wiedemann, Vorstandsvorsitzender der IWKA: „Dieser Konzern steht jetzt auf stärkeren Beinen.“
Gerhard Wiedemann, Vorstandsvorsitzender der IWKA: „Dieser Konzern steht jetzt auf stärkeren Beinen.“
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Auftragseingänge der fortgeführten Geschäfte (Continuing Operations) lagen 2006 mit 1,6198 Mrd. Euro um 10,4% über denen des Vorjahres 2005. Der Auftragsbestand Ende 2006 ließ mit 668,5 Mio. Euro den Vorjahreswert von 609,1 Mio. Euro hinter sich. An der positiven Geschäftsentwicklung haben alle drei Geschäftsbereiche ihren Anteil. Die Umsatzerlöse der Continuing Operations von 1,566 Mrd. Euro übertrafen die des Vorjahres (1,4359 Mrd. Euro) um 9,1%. Dieses Umsatzwachstum war von der aufwärts gerichteten Geschäftsentwicklung in allen drei Geschäftsbereichen getragen. Deren Zuwächse lagen zwischen 4 und 15%.

Das EBIT erreichte 33,7 Mio. Euro, während das Jahr 2005 noch mit -42,9 Mio. Euro abschloss. Angesichts einer Umsatzrendite von 2,2% sieht der Konzern allerdings noch Verbesserungsbedarf. Für 2007 erwartet IWKA eine EBIT-Verbesserung um ca. 50%.

Das Ergebnis nach Steuern fällt wieder negativ aus; rund 80 Mio. Euro Belastungen aus dem Verkauf von Gesellschaften schlagen hier laut Angaben zu Buche. Gerhard Wiedemann, Vorstandsvorsitzender der IWKA, weist entsprechende Kritik zurück: „Dieser Konzern steht jetzt auf stärkeren Beinen. Er hat seine Nettoverschuldung deutlich zurückgeführt und verfügt über ein beeindruckendes Entwicklungspotenzial.“

Neue Kunden in der Anlagen- und Systemtechnik

Der Geschäftsbereich Anlagen- und Systemtechnik hat sein Geschäftsvolumen ausgeweitet. Dieser Bereich bleibt Partner für die Automobilindustrie, entwickelt aber zunehmend Kompetenzen in ergänzenden Anwendungsgebieten. Um 7,7% konnten die Auftragseingänge im Geschäftsjahr 2006 gesteigert werden; sie betrugen in 2006 847,8 Mio. Euro (2005: 786,9 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse erreichten 832,8 Mio. Euro und lagen damit um 7,8% über denen des Vorjahres (772,5 Mio. Euro).

Der Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereichs Anlagen- und Systemtechnik erreichte 9,8 Mio. Euro (Vorjahr: -14,5 Mio. Euro). Hier waren allerdings außerordentliche Aufwendungen und Anlaufkosten für das Betreibermodell in den USA zu verkraften.

Roboter entwickeln sich erfreulich

Die Anfang 2006 abgeschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen trugen im Geschäftsbereich Robotertechnik ebenso zur weiteren Verbesserung der Ertragslage bei wie die erfreuliche Entwicklung der Auftragseingänge. 2006 konnte der Geschäftsbereich seine Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahr um 13,0% auf 382,3 Mio. Euro (Vorjahr: 338,4 Mio. Euro) steigern. Der positive Geschäftsverlauf ist zunehmenden Bestellungen der Allgemeinen Industrie ebenso zu verdanken wie zahlreichen Neuaufträgen von Automobilherstellern. So übertrafen auch die Umsatzerlöse den Vorjahreswert um 15,4%. 2005 waren es noch 323,6 Mio. Euro, während im Geschäftsjahr 2006 373,3 Mio. Euro erzielt wurden.

Das steigende Geschäftsvolumen führte zu höheren Ergebnisbeiträgen (EBIT) aller Geschäftsbereiche. Der Geschäftsbereich Roboter leistete dabei mit 22,4 Mio. Euro (Vorjahr: -22,8 Mio. Euro) den größten Beitrag.

Am 27. März hatte IWKA mitgeteilt, dass die Sparte Verpackungstechnik veräußern wird. Eine Bestandsaufnahme habe ergeben, dass ein Verbleib des Geschäftsbereiches Verpackungstechnik den Konzern weder operativ-strategisch noch finanztechnisch wesentlich voranbringen werde. Vielmehr bedarf der Verpackungsbereich eigenständiger Maßnahmen zur Stärkung seiner Wettbewerbsfähigkeit, heißt es.

(ID:205695)