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BITKOM Exporte von Software und IT-Dienstleisungen auf Rekordhoch

| Redakteur: Martina Hafner

Die deutsche Industrie hat einen neuen Rekord beim Export von Software und ITK-Diensten erzielt. Im ersten Halbjahr 2007 stiegen die Ausfuhren im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3% auf 5,9 Mrd. €, teilte der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien (BITKOM) mit.

„Deutschland gehört weltweit zu den stärksten Exporteuren von Software und ITK-Diensten“, BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer.
„Deutschland gehört weltweit zu den stärksten Exporteuren von Software und ITK-Diensten“, BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer.
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit dem Jahr 2000 verdoppelten sich die Exporte auf mehr als 12 Mrd. € pro Jahr. „Deutschland gehört weltweit zu den stärksten Exporteuren von Software und ITK-Diensten“, sagte BITKOM-Präsident August-Wilhelm Scheer. Unter Einbeziehung von Hardware erzielten die ITK-Unternehmen im ersten Halbjahr 2007 Exporte von insgesamt 27,5 Mrd. €. Der Anteil von Software und Services ist von 14% im Jahr 2000 auf 21% gestiegen. Zu den ITK-Diensten zählen unter anderem die Einführung und der Betrieb von IT-Systemen für Kunden, Telefon- und Satellitendienste sowie die Datenfernübertragung. Die wichtigsten Abnehmerländer sind die USA, Großbritannien und Frankreich. Grundlage der BITKOM-Berechnungen sind Daten der Deutschen Bundesbank und des Statistischen Bundesamts.

Parallel zum Anstieg der Exporte legten auch die Importe von Software und ITK-Diensten zu, im ersten Halbjahr 2007 um 5,3 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 6,3 Mrd. €. Der größte Anteil kommt mit fast 20% aus den USA. Das stärkste Wachstum verzeichnen Importe aus Indien, allerdings auf einer niedrigen Basis. Im ersten Halbjahr 2007 wurden aus Indien mit rund 150 Mio. € fast 50% mehr Software und ITK-Dienste eingeführt als im Vorjahreszeitraum.

Scheer: „Insgesamt verfügt Deutschland im Bereich Software und ITK-Services über eine weitgehend ausgeglichene Außenhandelsbilanz. Das ist eine gute Basis für weiteres internationales Wachstum.“ Die Bundesregierung solle deshalb ihre Innovationspolitik konsequent fortsetzen und insbesondere die Bedingungen für mittelständische Hightech-Unternehmen verbessern, so Scheer. „Wir brauchen noch mehr Unternehmen, die jene Größe erreichen, um international erfolgreich auftreten zu können“.

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