Robotik

Fachmesse Automatica endet mit Besucherrekord

| Redakteur: Katharina Juschkat

Besucherrekord: Über 42.000 Besucher kamen auf die diesjährige Automatica, 7 % mehr als im vergangenen Jahr.
Besucherrekord: Über 42.000 Besucher kamen auf die diesjährige Automatica, 7 % mehr als im vergangenen Jahr. (Bild: Messe München)

Die Automatica geht mit einem Besucherrekord zu Ende. Vor allem die Themen kollaborative Robotik und Arbeitsplatz der Zukunft dominierten die Messe. Neue Themen waren unter anderem IT und künstliche Intelligenz.

Die Messe München meldet einen neuen Besucherrekord für die Automatica, die letzte Woche stattfand – insgesamt kamen 46.000 Besucher, das ist ein Anstieg von 7 % gegenüber dem Vorjahr. Mit 890 Ausstellern stieg auch die Ausstellerzahl um 7 %.

Messegeschäftsführer Falk Senger fasst zusammen: „Die Automatica adressiert die Zukunftsthemen Mensch-Roboter-Kollaboration, digitale Transformation in der Fertigung und Servicerobotik. 20 % mehr Besucher kamen aus dem Ausland. Das zeigt, dass die Automatica auf globaler Ebene immer wichtiger wird.“

Konnektivität zwischen Maschinen braucht Standardisierung

Mit neuen Ausstellern, Fachvorträgen und Demonstrationen bekam das Thema IT eine zentrale Rolle auf der Messe. Auf der IT2Industry-Fläche haben sich 64 Firmen aus dem IT-Umfeld präsentiert.

Ein großer Wachstumstreiber für die Zukunft ist die Konnektivität zwischen Maschinen. Entscheidend hierfür ist die Standardisierung von Kommunikationsschnittstellen. Wie wichtig die Kooperation zwischen Branchenteilnehmern ist, hat der OPC-UA-Demonstrator des Fachverbandes VDMA Robotik + Automation gezeigt, an dem 31 Firmen beteiligt sind.

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Wie werden Menschen in Zukunft arbeiten?

Kollaborative Robotik erobert den Markt in rasantem Tempo und eröffnet nahezu unbegrenzte Automatisierungsmöglichkeiten. Vom Sensor über den Cobot bis hin zur kompletten Anlage, die direkte Interaktion zwischen Mensch und Maschine setzt sich immer mehr durch, auch das zeigte die Messe.

Die Frage über die Messe hinweg: Wie werden Menschen in Zukunft arbeiten? Mit der Sonderschau „Der Mensch in der Smart Factory“ machte der Fachverband VDMA Robotik + Automation die Arbeitswelt 4.0 greifbar: Digitale Assistenzsysteme als Unterstützer in der Handmontage, Augmented Reality, Gestensteuerung, Exoskelette und Wearables, die die Interaktion zwischen Mensch und Maschine vereinfachen. Patrick Schwarzkopf, Geschäftsführer des Fachverbandes VDMA Robotik + Automation, erklärt: „Arbeitsplätze werden attraktiver und ergonomischer. Die jeweiligen Stärken von Mensch und Maschine sind komplementär. Das eröffnet eine große Chance für eine bessere Arbeitsplatzgestaltung. Dieses Thema prägt die Automatica wie kaum eine andere Messe.“

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Künstliche Intelligenz als Technologiesprung

Künstliche Intelligenz (KI) ist der nächste Technologiesprung. Auf der Automatica fanden dazu zahlreiche Fachvorträge statt. KI-basierte Datenanalysen können der Industrie einen enormen Wachstumsschub bescheren. Der interdisziplinäre Dialog ist hier entscheidend. „Um Geschäftspotentiale erfolgreich zu nutzen, müssen Automatisierungs- und IT-Anbieter gemeinsam mit KI-Experten in Zukunft wesentlich enger zusammenarbeiten“, sagt Ralf Bucksch, Technical Executive Watson IoT Europe, IBM Sales & Distribution, Software Sales.

Auf der Start-up Arena haben sich 23 Jungunternehmer aus aller Welt präsentiert. Und mit den Formaten Makeathon, Integration Islands und Escape Game spricht die Messe gezielt junge Menschen an. Mehr als 120 Makeathon Teilnehmer und 200 Schüler brachten frischen Wind in die Branche. Für Messegeschäftsführer Senger ein wichtiges Thema: „Der Fachkräftemangel ist mittlerweile leider tägliche Realität in Industrie und Mittelstand. Um diesem Problem zu begegnen, werden wir unser Engagement im Bereich der Nachwuchsförderung weiter verstärken.“

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