Plug & Produce mit IEC 61499 Fachwelt diskutiert über Standard für die nächste Automatisierungsgeneration

Quelle: Universal Automation.org 1 min Lesedauer

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Das internationale Who-is-Who der Universal-Automation-Community war an der Universität in Porto zu Gast. Es standen verschiedene Veranstaltungen zur IEC-Norm 61499 auf dem Programm.

Mit ihrer als Shared Source verwalteten und lizenzkostenfrei nutzbaren Runtime Execution Engine stellt die Universal Automation.Org eine unabhängige Automatisierungsschicht für OT-Komponenten zur Verfügung.(Bild: ©  InfiniteFlow - stock.adobe.com)
Mit ihrer als Shared Source verwalteten und lizenzkostenfrei nutzbaren Runtime Execution Engine stellt die Universal Automation.Org eine unabhängige Automatisierungsschicht für OT-Komponenten zur Verfügung.
(Bild: © InfiniteFlow - stock.adobe.com)

Bei der internationalen Fachkonferenz IEEE ETFA 2025 in Porto ist die IEC-Norm 61499 in den Mittelpunkt des Interesses gerückt. Laut einer Mitteilung von Universal Automation.Org (UAO) stand das Thema bei mehreren Workshops und Panels im Fokus, die führende Wissenschaftler und Industrievertreter zusammenbrachten. Experten wie Prof. Alois Zoitl (JKU Linz) und Prof. Valeriy Vyatkin (LTU/Aalto University) präsentierten aktuelle Forschungsergebnisse und Best Practices zu Themen wie Plug & Produce, Low Code Engineering und dem Open-Source-Framework Eclipse 4diac. Auch Unternehmen wie Kongsberg Maritime zeigten, wie IEC 61499 bereits in sicherheitskritischen Offshore-Anwendungen eingesetzt wird.

IEC 61499 – Grundlage für herstellerunabhängige Automatisierung

Die IEC 61499 ist eine internationale Norm für die modellbasierte, verteilte Steuerungsprogrammierung in der industriellen Automatisierung. Sie beschreibt ein ereignisgesteuertes Funktionsblockmodell, das es ermöglicht, Automatisierungslogik modular, wiederverwendbar und plattformunabhängig zu gestalten. Im Gegensatz zur klassischen IEC 61131 trennt IEC 61499 strikt zwischen Applikationslogik und Hardwareausführung. Dadurch kann dieselbe Steuerungssoftware auf verschiedenen Geräten laufen – unabhängig vom Hersteller oder der eingesetzten Plattform.

Im Rahmen des Industrieforums diskutierten Vertreter von Stratus, Yokogawa, Novo Nordisk und Systemintegratoren aus Europa über Erfahrungen aus der Praxis. Zentrales Ziel: die Entkopplung von Automatisierungssoftware und -hardware mithilfe der Runtime Execution Engine von UAO – einem lizenzfreien, herstellerunabhängigen Automatisierungsframework. Dieser Ansatz ermöglicht es, Code plattformübergreifend wiederzuverwenden und Hardware- und Softwarezyklen getrennt zu steuern. UAO zählt inzwischen über 110 Mitgliedsunternehmen, darunter viele Hochschulen, die den offenen IEC 61499-Ansatz lehren und damit die nächste Generation von Automatisierungsingenieuren auf eine interoperable Zukunft vorbereiten.

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