Transportsystem Fahrerloses Transportsystem für die Lagerlogistik

Redakteur: Lea Ziegler

Das patentierte, wendige und fahrerlose Transportsystem Logi Mover von Eisenmann ist mit Automatisierungstechnik von Sigmatek ausgestattet. Der Logi Mover optimiert die Abläufe sowie den Platzbedarf im Transport- und Logistikbereich.

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Der Logi Mover von Eisenmann besteht aus zwei operierenden Kufen, die Euro-Paletten per optischem Spurführungssystem an den gewünschten Ort befördern.
Der Logi Mover von Eisenmann besteht aus zwei operierenden Kufen, die Euro-Paletten per optischem Spurführungssystem an den gewünschten Ort befördern.
(Bild: Sigmatek)

Nach wie vor sind Euro-Paletten die meist eingesetzten Warenumschlags- und Transporthilfsmittel sämtlicher Industrie- und Wirtschaftszweige, die hauptsächlich mit personengesteuerten Hubwagen oder Gabelstaplern gehandelt werden. Genau an dieser Stelle setzt der Logi Mover an und bietet der Transport- und Logistikbranche eine Alternative mit hohem Rationalisierungs- und Automatisierungsgrad.

Der Logi Mover von Eisenmann besteht aus zwei, ohne mechanische Verbindung, operierenden Kufen. Diese fahren selbständig unter Euro-Paletten, heben sie an, und befördern sie mit einer Geschwindigkeit von bis zu 1 m/s per optischem Spurführungssystem an den gewünschten Ort. Damit die beiden einzelnen Kufen synchron auf Kurs bleiben, kommunizieren diese über Infrarot miteinander und nehmen die Fahrbefehle via WLAN von der Zentralsteuerung entgegen. Das MES bzw. Lagerlogistikmanagementsystem koordiniert die Fahraufträge und steuert zudem den Materialfluss. Das Logi Mover-Kufenpaar wiegt weniger als 100 kg und stemmt Lasten bis zu 1000 kg. Und dies mit Abmessungen von lediglich 1180 mm Länge, 210 mm Breite und 90 mm Höhe. Jede Einzelkufe verfügt über zwei Antriebseinheiten, mit denen sie fährt und lenkt.

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Steuerung und Kommunikation auf kleinstem Raum

Die Integration der Steuerungstechnik in die Kufen war eine Herausforderung. Da das S-Dias Steuerungssystem modular und äußerst kompakt aufgebaut ist, lässt es sich gut auf dem engen Kufeninnenraum verbauen. Jede einzelne Kufe besitzt eine eigene S-Dias Steuerungs- und I/O-Einheit, in die auch Safety nahtlos integriert ist. Dadurch sind kurze Reaktionszeiten bei der Signalverarbeitung möglich. Das Safety System ist TÜV-zertifiziert und erfüllt SIL 3 gemäß IEC 62061 und EN ISO 13849-1, Kategorie 4, PLe. Neben hoher Packungsdichte, schneller Signalverarbeitung punktete das S-Dias System bei Eisenmann auch mit seiner Vibrationsfestigkeit und der komfortablen Handhabung.

Die Kommunikation der beiden Kufen zur S-Dias Kopfsteuerung erfolgt per Varan Wireless über WLAN im Frequenzbereich von 2,4 GHz oder 5 GHz. Bei einer eventuell eintretenden Not-Halt-Situation, wird per Broadcast-Übertragung, über die S-Dias Safety Steuerung, ein zentraler Not-Halt an die Kufen gesandt. Sicherheits- und Steuerungstechnik sind durchgängig über das hart echtzeitfähige Ethernet-Bussystem Varan vernetzt. Die Kopfsteuerung regelt die Kufenpaare in harter Echtzeit und stellt somit synchrone Bewegungen, geregelte Kurvenfahrten, Echtzeitüberwachung der Motorströme und die Synchronisierung der Motoren sicher. Da diese Protokolle einheitlich sind, ist eine hohe Datensicherheit gewährleistet.

Durch die Redundanz der Steuerungskopfstation kann die Kommunikation zum Leitrechner sichergestellt werden, wodurch sich Ausfall-, Funktions- und Betriebssicherheit erhöhen. Die manuelle Bedienung des Logi Movers kann über ein handelsübliches WLAN-Tablet oder mobiles Panel von Sigmatek erfolgen.

Der Logi Mover von Sigmatek und Eisenmann auf der SPS IPC DRIVES: Halle 7, Stand 270. (lz)

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