Robotik Fanuc investiert 90 Millionen US-Dollar in Standorterweiterung

Von Sandro Kipar 1 min Lesedauer

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Mit dem neuen Investment soll der Standort in Michigan weiter ausgebaut werden. Zunächst werden allerdings nur die Montagekapazitäten erhöht.

Die Fertigstellung der Anlage ist für Ende 2027 geplant.(Bild:  Fanuc)
Die Fertigstellung der Anlage ist für Ende 2027 geplant.
(Bild: Fanuc)

Fanuc America hat eine Investition von 90 Millionen US-Dollar angekündigt, um neue Produktionskapazitäten für die Robotermontage in den USA aufzubauen und damit seine lokale Fertigungspräsenz deutlich auszubauen. Laut einer Mitteilung plant das Unternehmen den Erwerb eines Grundstücks sowie den Bau eines rund 78.000 Quadratmeter großen Standorts im US-Bundesstaat Michigan.

Die Fertigstellung der Anlage ist für Ende 2027 vorgesehen, heißt es weiter. Rund 225 neue Arbeitsplätze sollen entstehen. Fanuc reagiert damit auf die steigende Nachfrage nach Automatisierungslösungen in Nordamerika, insbesondere im Umfeld von Physical AI, virtuellem Engineering sowie Digital-Twin-Technologien. Ziel ist es, die Reaktionsfähigkeit gegenüber Kunden zu verbessern und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit industrieller Anwender durch lokal verfügbare Automatisierungstechnologie zu stärken.

Das Projekt soll auch ein Bekenntnis zum Standort in Michigan sein, da dort bereits seit mehr als vier Jahrzehnten Lackierroboter produziert werden. Seit 2019 hat Fanuc America nach eigenen Angaben nahezu 300 Millionen US-Dollar in neue Standorte investiert und mehr als 700 Arbeitsplätze geschaffen.

Branchentrend

Marktanalysten sehen die Investition als Teil eines breiteren Branchentrends. Nach Einschätzung von Samantha Mou, Senior Analyst bei Interact Analysis, verlagern Robotikhersteller ihre Produktion zunehmend näher an zentrale Absatzmärkte, während Reshoring-Initiativen und handelspolitische Rahmenbedingungen die Lokalisierungsstrategien beschleunigen. Auch Wettbewerber wie Yaskawa treiben entsprechende US-Fertigungspläne voran. Allerdings dürfte die neue Anlage zunächst vor allem Montagekapazitäten schaffen: Kernkomponenten wie Motion-Control-Systeme oder Präzisionsgetriebe werden voraussichtlich weiterhin importiert, sodass die Wertschöpfung nur teilweise lokalisiert wird.

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