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Robotik Feiern Roboter Weihnachten?

| Redakteur: Robert Weber

Wenn es nach den Forscher von der Universität Freiburg geht, dann ja. Dr. Maren Bennewitz bringt dem humanoiden Roboter Nao bei, wie er sich in Räumen bewegen und sogar Xylophon spielen kann.

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(Bild: Universität Freiburg)

Die Idee für das Weihnachtsvideo, erklärt die Freiburger Forscherin, hatte ihr Doktorand Daniel Maier. Zwei Studenten haben diese anschließend im Rahmen eines Bachelorprojektes umgesetzt. Der Umgang mit dem Instrument zeigt, was für flexible Bewegungen die Roboter der Universität Freiburg ausführen können.

Die Bewegungen von Nao ähneln denen der Menschen, er besitzt 25 Gelenke, die er einsetzen kann. Dadurch ist es ihm möglich, zum Beispiel die Xylophonstöcke zu umgreifen, aber auch Treppen zu steigen und Schränke zu öffnen. Die Freiburger Wissenschaftlerin hat noch viel vor mit dem kleinen Roboter. Und auch beim Spielen von „Jingle Bells“ sieht sie noch Forschungsmöglichkeiten. Eines ihrer Ziele ist es, dass Nao selbst über seine Kamera das Instrument wahrnehmen kann und sich eigenständig vor ihm positioniert. Ein eingebautes Mikrophon soll ihm helfen, selbst zu erkennen, ob er eine Taste richtig getroffen hat, sodass Nao seine Bewegungen aktiv anpassen und optimieren kann. Im Gesicht des Musikers sind zwei Kameras eingebaut, in ihm befindet sich ein Funknetzwerk, das mit einem Computer verbunden ist. An diesem Rechner werden die Musikdaten zu dem Weihnachtslied umgerechnet: Die einzelnen Töne und ihre jeweilige Dauer werden analysiert. Pro Note muss Nao eine Bewegung mit dem Arm machen. Diesen Befehl, wie und in welchem Tempo er sich zu bewegen hat, um im richtigen Rhythmus und Winkel die passende Note auf dem Xylophon zu treffen, wird ihm vom Computer übermittelt.

Wir von der Redaktion elektrotechnik wünschen Nao, seinen Müttern und Vätern und Ihnen lieber Leserinnen und Leser auch ein gesegnetes Weihnachtsfest. Auf ein Neues in 2015!

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