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Feldbustechnik Feldbus-Programm von Lapp auf Formel 1-Kurs

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Was für ein atemberaubendes Rennen: Mitte April sicherte Formel 1-Pilot Nico Rosberg für Mercedes den ersten Platz beim Großen Preis von China in Shanghai. Wer nicht dabei war, konnte nur wenige Tage danach den Kurs sogar höchstpersönlich testen. Zumindest in Miniatur.

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Die Lapp Gruppe hatte auf der Hannover Messe eine Carrera-Rennstrecke aufgebaut, die dem Originalkurs des Großen Preis von China in Shanghai im Wesentlichen nachempfunden war – und demonstrierte damit ihr Know-how in der Feldbustechnik.
Die Lapp Gruppe hatte auf der Hannover Messe eine Carrera-Rennstrecke aufgebaut, die dem Originalkurs des Großen Preis von China in Shanghai im Wesentlichen nachempfunden war – und demonstrierte damit ihr Know-how in der Feldbustechnik.
(Bilder: Lapp)

Die Stuttgarter Lapp Gruppe hatte hierzu auf der Hannover Messe an ihrem Stand eine Carrera-Rennstrecke aufgebaut, die dem Originalkurs im Wesentlichen nachempfunden war. Dies demonstrierte gleichzeitig ihr Know-how in der Feldbustechnik - die das gesamte Rennen steuerte.

Für Rosberg war es der erste Sieg in seiner Formel 1-Karriere. Er schaffte die 56 Runden in einer Stunde, 36 Minuten und verwies die McLaren-Piloten Button und Hamilton auf den zweiten und dritten Platz.

Statt der original 5,451 km langen Strecke in Shanghai, war der kurvenreiche Kurs in Hannover zwar nur 24,2 m lang, stellte aber trotzdem höchste Ansprüche an die Carrera-Rennfahrer.

Automatisierungs-Know-how auf der Rennbahn

Warum Lapp 2012 ins „Renngeschäft“ einstieg ist schnell zu erklären: Zum einen war China in diesem Jahr Partnerland der Hannover Messe. Und weil die Formel 1 Strecke in Shanghai ein wichtiges Prestige-Projekt der Chinesen ist, lag es für den Kabel- und Verbindungstechnik-Hersteller auf der Hand, dieses – als Verneigung vor dem Partnerland – auch am eigenen Messestand zu präsentieren. Zum anderen stellte die Lapp Gruppe an Hand der Rennbahn ihr Know-how in der Automatisierung vor: Unitronic-Feldbustechnik steuerte das gesamte Rennen.

Auf die Plätze, fertig, los!

In einem Verschiebebahnhof standen acht silberne Porsche, gebrandet mit den acht Erfolgsmarken von Lapp zur Auswahl bereit. An einer Konsole wurde per Tastatur das Fahrzeug und die Geschwindigkeit (drei mögliche Stufen) festgelegt.

Gesteuert wurde der Verschiebebahnhof über eine Ölflex 796 CP Servoleitung. Über die AS-Interface Feldbustechnik wurde das ausgewählte Fahrzeug vollautomatisch auf die Fahrbahn gefahren.

Die Energieversorgung für den Transportschlitten erfolgte durch eine Miniaturschleppkette – das Kabelführungs-System Sylyin Chain - die mit der besonders für raue Einsatzbedingungen geeigneten Ölflex FD 855 P und zwei feinstdrähtigen Unitronic AS Interface Bus FD Leitungen geführt wurde. Sie positionierte den Porsche auf die Rennstecke mittels eines fahrbaren Schlittens.

Die Überwachung erfolgte über aktive AS-Interface Module und eine IP-Kamera. Gleichzeitig wurde auf vier Monitoren die Auswahl angezeigt.

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