Softwarelizenzen

Flexibilität ist Trumpf – ein Unternehmen dezentralisiert die Lizenzierung

| Autor / Redakteur: Michael Gaudlitz* / Ines Stotz

Stetig ist der Wandel – deshalb Flexibilität ein Muss

Das bei der Migration bestehende Installationsprinzip des SQL4automation Connectors basierte auf einem zentralen Hostsystem beim Kunden. Mehrere SPSen und Robotersteuerungen können über SQL4automation-Daten in SQL-Datenbanken schreiben oder auslesen. Der Connector ist eine Art Gateway, welches mit nur wenigen Klicks konfigurierbar ist.

Damit man aus den Steuerungen ohne zusätzliche Hardware auf die Datenbank zugreifen kann, hat Inasoft nun in einem zweiten Schritt die Lizenzierung von dem windowsbasierten Hostsystem auch auf linuxbasierte Steuerungen erweitert.

Bei der Prozessorarchitektur werden neben der x86er Technologie nun auch ARM Prozessoren unterstützt, wie zum Beispiel der des Wago Controllers PFC200. Die Erweiterung auf die ARM-Architekturen konnte Inasoft ohne weitere Hürden von Seiten der Lizenzierung meistern, da Gemalto Sentinel plattformunabhängig ist und sich damit unter jeder OS- und Prozessorkonfiguration einsetzen lässt Denn Flexibilität ist aufgrund der vielfältigen Steuerungslandschaft ein Muss. Vorteilhaft ist für Inasoft deshalb auch die Tatsache, dass es von Gemalto Sentinel sogar eine Variante für Mikrocontroller gibt, das als das weltweit kleinste Lizenzierungssystem lediglich 1,5KB RAM und 6,5KB Flash für den Lizenzierungsfootprint benötigt. Es eignet sich damit also sogar für die Lizenzierung und den Schutz der Software in smarten Sensoren und Aktoren. Sollten die Kunden also jemals ihre Daten auch aus einzelnen smarten Achsen beziehen wollen, könnte Inasoft auch dort das Lizenzmanagementsystem von Gemalto einsetzen. Eingesetzt werden kann das System beispielsweise auf typischen Mikrocontrollern wie dem ARM Cortex M3/M4, Intel Quark oder AVR/Arduino und Raspberry Pi oder auch 8051, 68k, PIC/MIPS oder MSP430 mit Embedded Betriebssystem, dedizierten Feldbuscontrollern und auch als bare-metal Installation ganz ohne OS.

Flexibilisierung der Bereitstellung in Evaluierung

Neben der Unabhängigkeit von Hardware und Software schätzen Anwender von Gemalto Sentinel aber vor allem auch die flexiblen Möglichkeiten bei der der Bereitstellung ihrer Software. Zukünftig steht nämlich zu erwarten, dass Kunden die Lösungen gerne auch deutlich bedarfsgerechter bereitstellt bekommen wollen. Beispielsweise in Jahres- oder Monatslizenz, nach Nutzungsintensität, mit abgestuftem Funktionsumfang, mit Zukauffunktionen ‚on demand‘, in nutzerangepasster Konfiguration oder mit auf den betriebenen Maschinen verschiebbaren Lizenzen. Das ist zwar bei individuell programmierter Software für Roboter nur sehr bedingt umsetzbar, da stets auf das Projekt abgestellter Programmieraufwand anfällt. Für die Bereitstellung der „Big Data“ der Roboter über den SQL4automation Connector ist es aber durchaus denkbar.

Bieten Hersteller solche Lizenzmodelle an, kommen sie schneller ins Geschäft, denn wer mit einer Maschine oder Anlage nur Lizenzen für den laufenden Betrieb verlangt, reduziert die Investitionskosten für seine Kunden auf null und je nach Modell entstehen auch für den laufenden Betrieb keine Fixkosten.

Ob solche Lösungen vom Kunden gewünscht sind und ob das auch organisatorisch mit angemessenem Aufwand zu implementieren ist, ist deshalb derzeit bei Inasoft in der Evaluierung. Ist dies der Fall, brauchen solche Anbieter auch eine effiziente Prozessintegration des Lizenzmanagementsystems in die vorhandenen CRM-, ERP- und Payment-Systeme. Dies ist zwar mit einem gewissen Aufwand verbunden, der sich erst ab einem gewissen Lizenzaufkommen lohnt, aber es macht keinen Sinn, monatlich anfallende Lizenzen „Copy & Paste“ in Rechnung zu stellen. „Es wäre Klasse, wenn Gemalto auch solche Implementierungen off-the-Shelf anbieten könnte, beispielsweise in Form eines Shopsystems“, meinen dazu die beiden Geschäftsführer von Inasoft Roger Kunz und Ruedi Gloor.

Für kleinere Lösungsanbieter sind die Hürden heute noch vergleichsweise groß. Es steht aber außer Zweifel, dass man Shopsysteme automatisiert an ein Lizenzmanagementsystem koppeln kann. Die Frage ist nur, welchen Individualisierungsbedarf man letztlich hat, um allen Kunden gerecht werden zu können. Hier wird die Aufgabenstellung komplexer und entsprechende Beratung ist deshalb von Experten gefragt. Beispielsweise über den Lizenzmanagementanbieter oder von auf Prozessintegrationsprojekte spezialisierte Berater, die Anbieter wie Gemalto bei Bedarf auch vermitteln können.

Ergänzendes zum Thema
 
Der richtige Weg – eine Zusammenfassung

* Michael Gaudlitz, Regional Sales Manager Software Monetization IoT Northern Europe bei Gemalto

Inhalt des Artikels:

Kommentare werden geladen....

Kommentar zu diesem Artikel abgeben

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 44790604 / Entwickeln)