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Elektromobilität Forschungsprojekt verlegt Antrieb ins Rad

| Autor / Redakteur: Monika Zwettler / Sariana Kunze

Wie kann ein elektrisches Auto gebaut werden, wenn man versucht, soviel wie möglich vom Antriebsstrang ins Rad des Autos zu verlagern? Diese Frage wurde in dem von der BMW Group Forschung und Technik geleiteten Forschungsprojekt Fair in Kooperation mit Schaeffler und dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) untersucht.

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(Bild: DLR)

Bis heute werden Elektrofahrzeuge nach dem Prinzip „Conversion-Design“ entwickelt, also als Variante eines Serienmodells, das ansonsten für die Nutzung eines Verbrennungsmotors konzipiert war. Mit der Frage, wie ein elektrisches Auto aussehen kann, wenn so viel Antriebstechnik wie möglich ins Rad verlagert wird, hat sich das Forschungsprojekt Fair beschäftigt.

Das Potenzial liegt im Rad

Ziel des Projekts Fair (Fahrwerk/Antrieb-Integration ins Rad) war die systematische Untersuchung so genannter In-Wheel-Varianten, bei denen Fahrwerks- und Antriebskomponenten in das Rad integriert sind. „Mit fortschrittlichen, am DLR entwickelten Methoden und Rechnerwerkzeugen haben wir verschiedene Konzepte im Rechner virtuell getestet und bezüglich ihres fahrdynamischen Verhaltens optimiert und bewertet“, erklärt Dr.Tilman Bünte, Wissenschaftler des DLR-Instituts Systemdynamik und Regelungstechnik.

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Das vielversprechendste Konzept wurde ausgewählt und die Funktionsfähigkeit durch den Aufbau einer prototypischen mechatronischen Achse unter Beweis gestellt. Schaeffler baute dafür zwei In-Wheel-Radmodule auf. Die BMW Group Forschung und Technik baute auf Basis eines Mini-Countryman mit dieser mechatronischen Achse einen Demonstrator auf. Zusammen mit dem DLR-Institut für Systemdynamik und Regelungstechnik wurde der Demonstrator mit der DLR-Fahrdynamikregelung gemeinsam in Fahrversuchen sowohl auf dem BMW-Testgelände in Aschheim als auch bei Winterbedingungen in Schweden erfolgreich getestet.

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