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Elektronikfertigung Foxconn forscht in Hannover

| Redakteur: Robert Weber

Konstruktionssoftware, Roboter und Handhabungstechnik interessierten auf der Hannover Messe die Vertreter des taiwanesischen Elektronikfertigers Foxconn. Gesehen wurden die Mitarbeiter des Apple-Zulieferers bei J. Schmalz, Dassault Systemes und an den Ständen prominenter Roboterbauer.

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Noch dominieren Menschen die Produktion bei Foxconn. Doch das asiatische Unternehmen will eine Roboteroffensive starten.
Noch dominieren Menschen die Produktion bei Foxconn. Doch das asiatische Unternehmen will eine Roboteroffensive starten.
(Bild: Steve Jurvetson unter CC BY 2.0, wikipedia.de)

Das Informationsbedürfnis der Asiaten ist groß, denn die Automatisierung der eigenen Werke stockt. Im Jahr 2011 verkündete Terry Gou, Chef des größten High-Tech-Zulieferers Foxconn (1,3 Mio. Mitarbeiter), einen ehrgeizigen Plan. Bis 2014 wollte das Unternehmen in seinen Fertigungshallen etwa eine Million Roboter, eigene Foxbots, ein- und die Arbeiter dafür ersetzen. Doch der Plan musste erst einmal verschoben werden. Insider erklärten gegenüber elektrotechnik, dass es bei den Robotern an der Genauigkeit mangelt. Aktuell erreichen die Roboter eine Genauigkeit von circa 0,05 mm, was für eine erfolgreiche iPhone-Montage nicht ausreicht. Der Zusammenbau der Mobiltelefone erfordert eine Genauigkeit von 0,02 mm, heißt es in der Branche. Auf der Hannover Messe besuchten die Unternehmensvertreter deshalb zahlreiche prominente Roboterbauer.

Darüber hinaus statteten die Taiwanesen dem Softwarespezialisten Dassault Systemes einen Besuch ab. Vor allem die 3D-Visualisierung soll es den Entscheidern bei Foxconn angetan haben, erfuhr die Redaktion der elektrotechnik.

Auch der Besuch beim Vakuumspezialist J. Schmalz am Messestand und im Werk im Schwarzwald sorgte für mediales Interesse. Minimaler Ausschuss, kurze Zykluszeiten und damit eine Steigerung der Ausbringungsmenge sind Themen, die den Zulieferer Foxconn derzeit beschäftigen, heißt es in einer Pressemitteilung von J. Schmalz. „Wir bieten beispielsweise verschiedene Lösungen, die speziell auf das sensible Handling von Displayglas zugeschnitten sind“, sagt Dr. Kurt Schmalz, geschäftsführender Gesellschafter.

Darüber hinaus spielte das Thema Energieeffizienz für die Foxconn-Vertreter eine bedeutende Rolle. Ein Vakuumerzeuger von Schmalz mit integrierter Luftsparfunktion beispielsweise braucht bis zu 80 % weniger Energie als konventionelle Vakuumejektoren – Zahlen, die auch den taiwanesischen Elektronikriesen beeindruckten.

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