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Kooperation Fraunhofer entwickelt Lösungen für Industrie-4.0-Anforderungen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Das Fraunhofer IOSB unterstützt als neues Mitglied den „Smart Electronic Factory“-Verein. Gemeinsam entwickeln sie Industrie-4.0-Lösungen. Auf Hannover zeigen sie gemeinsame Lösungen.

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PLUGandWORK-Konzept des Fraunhofer IOSB fließt in Smart Electronic Factory ein.
PLUGandWORK-Konzept des Fraunhofer IOSB fließt in Smart Electronic Factory ein.
(Bild: Fraunhofer IOSB)

Das Fraunhofer Institut für Optronik, Systemtechnik und Bildauswertung IOSB ist dem „Smart Electronic Factory e.V.“ (SEF) beigetreten. Das Institut ist auf dem Gebiet der Informations- und Kommunikationstechnologie für die Produktion der Zukunft aktiv und bringt in dem Verein künftig seine Expertise ein. Der Verein entwickelt und testet unter realen Produktionsbedingungen Industrie-4.0-Lösungen für Unternehmen mit besonderem Fokus auf den Mittelstand.

Ziel ist eine schnelle Inbetriebnahme

Der stellvertretende Institutsleiter Olaf Sauer erklärt: „Einige Mitglieder des SEF sind bereits unsere Kunden, für die wir spezifische Lösungen entwickeln. Wir arbeiten konkret auf zahlreichen Feldern, die für Industrie 4.0 relevant sind. So verfügen wir beispielsweise über eine weitreichende Expertise in der Manufacturing IT.“ Dabei spezifiziert und entwickelt das Institut für Kunden neue Architekturen und Komponenten von Manufacturing Execution Systems der Zukunft.

Im Zuge des Fraunhofer Konzepts Plug-and-Work – basierend auf offenen Standards wie Automation ML und OPC UA – werden Lösungen für Selbstbeschreibung und Selbstkonfiguration von Maschinen, Anlagen und deren Komponenten erarbeitet. Diese fließen in die Entwicklungen des SEF mit ein. Das Ziel ist die schnelle Inbetriebnahme und Änderung von Produktionslinien – ähnlich der Selbstkonfiguration von USB-Geräten am PC. Beim Thema Maschinelles Lernen und Data Analytics arbeitet das Institut daran, die vorausschauende Wartung zu Gunsten von höherer Verfügbarkeit von Maschinen, Anlagen und Produktionslinien zu erreichen.

IT-Sicherheit in Unternehmen verbessern

Darüber hinaus steht bei der Kooperation die Mensch-Maschine-Interaktion im Fokus. Basierend auf Technologien wie Gesichts- und Personenerkennung, Körper- und Gestenerkennung sowie -verfolgung entstehen Mensch-Maschine-Zukunftskonzepte für die smarte Fabrik.

Zudem spielt die IT-Sicherheit in der Produktion eine entscheidende Rolle. Mit Hilfe des vom Fraunhofer IOSB errichteten IT-Sicherheitslabors, das mit einer Cloud-Infrastruktur, diversen industriellen Steuerungen und anderen IT-Komponenten realer Fabriken ausgestattet ist, entwickelt das Institut unter anderem Intrusion Detection Systeme, unterstützt Unternehmen dabei, die IT-Sicherheit ihrer Automatisierungskomponenten zu verbessern und vieles mehr.

„Einer unserer ersten Schritte wird die Vermittlung von Methoden und Werkzeugen des Plug-and-Work an die SEF-Mitglieder sein, sodass semantische Interoperabilität möglich wird“, sagt Sauer. „Das ist die Grundvoraussetzung für eine funktionierende Industrie 4.0, sozusagen ein gemeinsames Verständnis von Daten.“ Die Entwicklungen und die Werkzeuge des Plug-and-Work wird das Fraunhofer IOSB auf der diesjährigen Hannover Messe auf dem Gemeinschaftsstand des SEF präsentieren.

Hannover Messe 2018: Stand D26, Halle 7

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