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ZVEI Frühjahrsbelebung in der Elektroindustrie

Redakteur: Katharina Juschkat

Die deutsche Elektroindustrie hat im April 2016 wieder mehr Aufträge erhalten, nachdem im Vormonat ein hoher Rückgang verzeichnet wurde. Insgesamt legten die Bestellungen im April um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr zu, meldet der ZVEI.

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Nachdem der März 2016 einen hohen Rückgang an Auftragseingängen verzeichnete, stieg der Umsatz im April wieder an, meldet der ZVEI.
Nachdem der März 2016 einen hohen Rückgang an Auftragseingängen verzeichnete, stieg der Umsatz im April wieder an, meldet der ZVEI.
(Bild: gemeinfrei / CC0 )

Die deutsche Elektroindustrie hat im April 2016 wieder mehr Aufträge erhalten, nachdem im Vormonat ein hoher Rückgang verzeichnet wurde. Insgesamt legten die Bestellungen im April um 2,7 % gegenüber dem Vorjahr zu. Aus dem Inland gingen dabei 3 % und aus dem Ausland 2,5 % mehr Aufträge ein als vor einem Jahr. Kunden aus der Eurozone erhöhten ihre Orders um 2,9 %. Die Bestellungen aus Drittländern lagen 2,2 % im Plus, wie der ZVEI mitteilt.

Schwacher März drückt die Auftragseingänge

Im gesamten Zeitraum von Januar bis April 2016 gab es 0,8 % weniger Auftragseingänge als 2015, was vor allem auf die schwache Entwicklung im März zurückgeht. Die Inlandsbestellungen gaben in den ersten vier Monaten um 1,4 % nach, die Auslandsbestellungen um 0,3 %. Aus dem Euroraum kamen 0,7 % mehr Aufträge als im gleichen Vorjahreszeitraum, aus Drittländern dagegen 0,9 % weniger.

„Die um Preiseffekte bereinigte Produktion der deutschen Elektrounternehmen ist mit einem kräftigen Plus in das zweite Quartal des Jahres gestartet“, sagte ZVEI-Chefvolkswirt Dr. Andreas Gontermann. „Sie stieg im April um 6,2 % gegenüber dem entsprechenden Vorjahreswert. Dies war der höchste Zuwachs im bisherigen Jahresverlauf.“

Die Produktionsdaten für das erste Quartal 2016 wurden leicht nach oben korrigiert. Damit belief sich das Wachstum des Branchenoutputs von Januar bis April 2016 auf 2 % gegenüber Vorjahr.

Impulse aus dem Inland steigern Umsatz

Die Erlöse der heimischen Elektrobranche kamen im April auf 14,4 Milliarden Euro. Sie übertrafen ihr Vorjahresniveau um 3,2 %, meldet der ZVEI. „Der Umsatz mit inländischen Kunden stieg hierbei um 5,4 % auf 7,1 Milliarden Euro und damit deutlich stärker als der Umsatz mit ausländischen Abnehmern, der nur um 1,1 % auf 7,3 Milliarden Euro zunahm“, erklärt Dr. Gontermann. Die Geschäfte mit Kunden aus der Eurozone konnten um 3 % auf 2,7 Milliarden Euro zulegen. Die Höhe der Erlöse mit Drittländern veränderte sich kaum (+ 0,2 % auf 4,6 Mrd. Euro).

In den gesamten ersten vier Monaten des Jahres summierte sich der Branchenumsatz auf 57 Milliarden Euro und lag damit 1,8 % über Vorjahr. Die Inlandserlöse erhöhten sich um 3,9 % auf 27,9 Milliarden Euro, die Auslandserlöse stagnierten bei 29,1 Milliarden Euro (+0,1 %). Während der Umsatz mit dem Euroraum von 11 Milliarden Euro seinen Vorjahresstand um 3,6 % übertraf, gaben die Erlöse mit Drittländern um 1,9 % auf 18,1 Milliarden Euro nach.

Das Geschäftsklima in der deutschen Elektroindustrie ist im Mai dieses Jahres zwar leicht gesunken, bleibt unter dem Strich aber im expansiven Bereich. Während die Beurteilung der aktuellen Geschäftslage unverändert blieb, fielen die allgemeinen Geschäftserwartungen für die kommenden sechs Monate ungünstiger aus als noch im Vormonat. (kj)

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