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Bernecker + Rainer Industrie Elektronik

Für die Zukunft gerüstet

| Autor/ Redakteur: Ines Näther / Ines Stotz

Mit einem Unternehmenswachstum von durchschnittlich 15 Prozent liegt Bernecker + Rainer Industrie Elektronik nach wie vor gut im Plan. Damit das so bleibt, wird die Produktpalette kontinuierlich ausgebaut – und ein deutlicher Ausbau des Standorts Eggelsberg liefert die entsprechenden Kapazitäten.

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Automatisierung zählt zu den Schlüsseltechnologien des Maschinen- und Anlagenbaues, um sich für die Zukunft zu rüsten
Automatisierung zählt zu den Schlüsseltechnologien des Maschinen- und Anlagenbaues, um sich für die Zukunft zu rüsten
( Archiv: Vogel Business Media )

„Wir werden trotz der angespannten allgemeinen wirtschaftlichen Lage weiter wachsen. Dabei setzen wir etwa auf unsere besonderen Erfolge im laufenden Geschäftsjahr wie das neue Safety-System oder das X20- bzw. X67-Komponentengeschäft“, sagt Hans Wimmer, Geschäftsführer von B&R.

Ein durchschnittliches Wachstum von 15 Prozent sei weiterhin das Ziel des Unternehmens, das 2007 280 Mio. Euro erwirtschaftete. „2008 wird unser Umsatz deutlich über 300 Mio. Euro liegen und unser Wachstum sicher zweistellig sein.“ Damit liegt es bislang weiter im Plan, denn spätestens 2011 soll der Umsatz die 500 Mio. Euro-Marke überspringen - durch organisches Wachstum, wie Hans Wimmer betont: „Wir wollen unseren Kernkompetenzen treu bleiben und organisch wachsen, durch Verdrängung. Von Firmenübernahmen würden wir nicht profitieren.“ B&R habe bereits ein komplettes Portfolio und die Übernahme eines Wettbewerbers würde nur dazu führen, dass man dessen Produkte auslaufen lassen müsste. „Das wäre jedoch den Kunden gegenüber nicht fair“, so Wimmer.

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Hans Wimmer, Geschäftsführer, B&R: „Wir sind selbst nicht zu verkaufen, deshalb kann sich der Kunde darauf verlassen, dass wir auch morgen noch da sind.“ (Archiv: Vogel Business Media)

Den größten Anteil am B&R-Geschäft haben die Steuerungen mit 34 Prozent des Umsatzes (96 000 Stück). Den zweiten Platz im Umsatzranking teilen sich Industrie-PCs und Panels (60 000 Stück) sowie Servoantriebe (65 000 Stück) mit jeweils 28 Prozent.

Fast zwei Drittel des Umsatzes erwirtschaftet das Unternehmen in Europa. Asien und Amerika liegen mit 14 bzw. 15 Prozent fast gleichauf. Sehr zufrieden zeigte sich Wimmer auch mit dem erfolgreichen Start ins Komponentengeschäft. So sei das X20- bzw. X67-E/A-System bereits bei über 200 Kunden im Serieneinsatz. Etwa 90 Prozent erwirtschaftet B&R allerdings noch im System- und Lösungsgeschäft, 10 Prozent im Komponentenmarkt.

Neukunden sind wichtig

Eine besonders wichtige Rolle spielt die Neukundengewinnung, die vor allem international zum Wachstum des Unternehmens beiträgt. „Wir sind in der glücklichen Lage, immer wieder mit Neukunden Serienstarts zu realisieren“, betont der Geschäftsführer. Darunter ist beispielsweise Uhrenhersteller Rolex, der seine komplette Fertigung auf B&R-Technik umgestellt hat. Auch Engel rüstet seine Spritzgießmaschinen mit B&R-Systemen aus und bei Audi müssen alle Zulieferer mit B&R-IPCs arbeiten.

Dabei stehen vor allem Kundennähe und langfristige Partnerschaften im Vordergrund, um gemeinsam Lösungen entwickeln zu können. „Wir sind selbst nicht zu verkaufen, deshalb kann sich der Kunde darauf verlassen, dass wir morgen noch da sind“, verspricht Hans Wimmer. „Somit ist die Investitionssicherheit für den Kunden gewährleistet.“

Mit zur Zeit 155 Büros in 60 Ländern ist B&R international sehr gut aufgestellt. Im Panel-PC-Segment sieht sich das Unternehmen als europäischer Marktführer und bei den Industrie-PCs auf dem zweiten Platz. „Darauf sind wir stolz und wollen das auch in anderen Segmenten in den nächsten Jahren ausbauen“, erklärt Peter Gucher, General Manager B&R International.

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