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RFID Für eine sichere Wartung; es kann nur einen geben

| Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Unfallursachen analysieren und Unfälle vermeiden: Die Sensibilität für Sicherheit nimmt in den produzierenden Branchen weltweit zu. Wartung und Instandhaltung spielen dabei eine wichtige Rolle. Mit einem Lockout-Tagout-System von Euchner werden diese jetzt deutlich effizienter – was ein Verpackungsmaschinen-Spezialist bei seinen Maschinen bestätigt.

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Die TLM-Endverpackungsanlage von Schubert verpackt Croissants und Plundergebäck in zwei Trayformaten und kann jederzeit für andere Produkt- und Trayformate ausgebaut werden. Auch in solch eine Anlage ließe sich das CKS einbauen.
Die TLM-Endverpackungsanlage von Schubert verpackt Croissants und Plundergebäck in zwei Trayformaten und kann jederzeit für andere Produkt- und Trayformate ausgebaut werden. Auch in solch eine Anlage ließe sich das CKS einbauen.
(Bild: Frieder Daubenberger)

Per Gesetz schreibt die Maschinenrichtlinie eine Risikoanalyse und die Bewertung des jeweiligen Sicherheitsbedarfs einer Anlage vor. Diese orientieren sich an dem internationalen Standard ISO 12100 bzw. den maschinenspezifischen C-Normen. Das Ergebnis sind qualitative Anforderungen an die Sicherheitskreise, die ergänzt werden durch detaillierte nationale Gesundheits- und Sicherheitsstandards im Arbeitsschutz, wie etwa in den USA die Normen der OSHA (Occupational Safety and Health Association). „Auf Basis der Analysen ergibt sich für jede Anlage ein bestimmtes Sicherheitsrisiko. Mit unseren integrierten Sicherheitssystemen helfen wir dabei, das Risiko zu minimieren und dabei die beste Effizienz zu gewährleisten. Im Ergebnis lässt sich die höchste Sicherheitsstufe, der Performance-Level e, realisieren“, betont Stefan Euchner, Geschäftsführender Gesellschafter bei Euchner aus Leinfelden bei Stuttgart

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Hersteller haften für die Sicherheit ihrer Maschine

Beim klassischen Lockout-Tagout-System muss der Bediener oder Servicetechniker an einer zentralen Stelle sein persönliches Schloss anbringen, sodass keine andere Person in der Lage ist, die Maschine einzuschalten. Das ist vor allem im angloamerikanischen Raum weit verbreitet, wo sich Unternehmen damit vor Schadensersatzklagen mit hohen Entschädigungssummen schützen – ein Aspekt, der angesichts sinkender Ausbildungsstandards bei Maschinenführern in diesen Ländern immer wichtiger wird.

Auch die Gerhard Schubert GmbH, Spezialist für Top-Loading-Verpackungsmaschinen (TLM), erhält seit einigen Jahren verstärkt Anfragen nach Lockout-Tagout. „Obwohl unsere Verpackungsmaschinen durch die Schutztüren aus Plexiglas gut einsehbar sind, kann es aufgrund großer Aggregate oder Verbauungen im Innenleben immer verdeckte Bereiche geben“, sagt Siegfried Rottler, Gruppenleiter Steuerungstechnik bei Schubert in Crailsheim. „Im ungünstigsten Fall könnte jemand, der sich in der Maschine aufhält, übersehen und verletzt werden. Dadurch könnten für ein Unternehmen hohe Schadensersatzforderungen entstehen.“

Als Hersteller ist Schubert verpflichtet, für die Sicherheit seiner Maschinen zu garantieren. Doch von der Verlässlichkeit herkömmlicher Systeme war man dort in der Vergangenheit oft nicht überzeugt. Hinzu kam der Verlust an Produktivität. Bei einer Maschine mit einer Störung pro Stunde reduzierte sich die Produktionseffizienz um rund drei Prozent. Dies liegt daran, dass bei klassischen Lockout-Tagout-Systemen die elektrische Spannung abgeschaltet wird, um zu verhindern, dass die Maschine während des Wartungsvorgangs anlaufen kann. Das anschließende energieintensive Hochfahren kann die Produktion bis zu 30 Minuten unterbrechen.

CKS – Coded Key System – sicher, effizient und vernetzt

Siegfried Rottler machte sich gemeinsam mit Geschäftsführer Ralf Schubert auf die Suche nach einer Alternative. Die Wahl fiel auf ein System des Sicherheitstechnik-Experten Euchner, zu dem bereits langjährige Kontakte bestanden. Ihre Lösung wird als CKS – Coded Key System – bezeichnet: Elektronische, einmalige Schlüssel übertragen ihre Daten kontaktlos zur Schlüsselaufnahme. Während der Produktion sind alle Schlüssel gesteckt. Nach dem Stoppen der Maschine und vor dem Öffnen einer Schutztür können sich Bediener und Servicetechniker sicher schützen, indem sie einen der Schlüssel an sich nehmen. Die Maschine kann erst eingeschaltet werden, wenn alle zuvor entnommenen Schlüssel wieder in ihrer Schlüsselaufnahme stecken.

Das CKS hat Euchner speziell für Schubert mit einer integrierten AS-i Safety at Work Schnittstelle ergänzt. AS-i steht für Actuator Sensor Interface und bezeichnet ein System, das Aktoren und Sensoren über ein einheitliches Bus-System effizient miteinander verbindet. So können Zustände der Maschine und Rückmeldungen über die Sensorik an die Steuerung abgefragt werden. Am Beispiel von Schubert wird dazu eine Ringleitung an der Anlage gezogen und mit der Steuerung verknüpft, um schließlich den Sensor auf das Bus-System aufzuschalten. Als Ersatz für die einzelne Verdrahtung jeder Komponente spart dies Aufwand und bietet hohe Sicherheit.

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