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Elektroantrieb Für jedes Ziel der richtige Antrieb – jederzeit

| Redakteur: Reinhard Kluger

Der Fortschritt bei integrierten Antriebssystemen birgt ein weitreichendes Potenzial für noch mehr Produktivität und Energieeffizienz. Der Nutzen: Durchgängige Engineering-Lösungen.

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Die einfache Handhabbarkeit, insbesondere mit Blick auf das Projektieren und die Inbetriebnahme von Antrieben, wird vor allem mit durchgängigen Lösungen unterstützt.
Die einfache Handhabbarkeit, insbesondere mit Blick auf das Projektieren und die Inbetriebnahme von Antrieben, wird vor allem mit durchgängigen Lösungen unterstützt.
(Siemens)

Einfache Handhabbarkeit, insbesondere mit Blick auf die Projektierung und Inbetriebnahme von Antrieben, wird vor allem mit durchgängigen Lösungen unterstützt. Dies schließt Faktoren wie eine gleiche Bedienphilosophie für alle Komponenten, einen automatischen Datenabgleich an den Schnittstellen sowie integrierte Diagnosefunktionen ein. Damit der Anwender sich und seine Anwendung leicht wiederfinden kann, müssen frühzeitig alle relevanten Parameter abgefragt und die Auswahl der optimalen Lösung für den gesamten Antriebsstrang unterstützt werden. Entscheidend für eine optimale Bedienung ist das integrierte Applikations- und Systemwissen. So ist der Betreiber zwar Spezialist für seine Anwendung, aber nicht notwendig Antriebsexperte. Insbesondere bei komplexen Anlagen mit mehreren Antrieben ist es wesentlich, die Projektierung so einfach wie möglich zu gestalten.

Das Potenzial der Integration ausschöpfen

Siemens geht diesen Weg über die Software Sizer, die eine benutzerfreundliche Projektierung von Einzelantrieben hin zu komplexen Mehrachsantrieben ermöglicht. Ebenso einfach müssen Inbetriebnahme und Diagnose gestaltet werden. Können beispielsweise alle relevanten Daten aus den elektronischen Typenschildern der Antriebskomponenten importiert werden, wie dies über die Drive-Cliq-Schnittstelle der Fall ist, beschleunigt das die Parametrierung, beugt das Fehleingaben vor und verringert somit den Gesamtaufwand. Einen Schritt weiter geht Siemens schließlich mit der Einbindung der Umrichter in die Automatisierung und zeigt mit Sinamics Startdrive, wie sich das Potenzial der Integration im Zuge von Totally Integrated Automation optimal ausnutzen lässt.

Eingebunden in TIA

Werden Antriebe in die übergeordnete Automatisierung eingebunden, ist vor allem ein einheitliches Bedienkonzept für alle beteiligten Komponenten – von der Steuerung über das Human-Machine-Interface (HMI) bis hin zu den Antrieben – maßgeblich. Bei Siemens sind über Sinamics Startdrive die Antriebe der Reihe Sinamics G120 vollständig in das Totally Integrated Automation Portal eingebunden. Sie integrieren sich somit nahtlos in Simatic-Automatisierungslösungen und können einfach parametriert, in Betrieb genommen und diagnostiziert werden. Darüber hinaus lassen sich auch die passenden Simotics-Motoren projektieren, so dass ein optimales Zusammenspiel von Antriebskomponenten als integriertes System realisiert werden kann.

Für Motoren optimierte Ansteuerung und Pulsmuster

Bei der Umsetzung eines effizienten Integrated Drive Systems sind vor allem die intelligente Auswahl der richtigen Komponenten, die geeignete Auslegung, die geschickte Ansteuerung sowie die passenden Software-Funktionen entscheidend. Gerade bei der Ansteuerung liegen die Hebel oft wieder im gesamten Antriebssystem.

Wie dies in der Praxis aussieht, zeigt Siemens mit dem Umrichter Sinamics G120P. Durch die für Simotics-Motoren optimierte Ansteuerung und Pulsmuster des Umrichters wird nicht nur eine Reduktion der Geräuschemissionen um mehr als 4dB erreicht. Die innovative Umrichtertechnik des Sinamics G120P sowie die Anpassung der Motorbemessungsströme an die Umrichterausgangsströme tragen auch dazu bei, Verluste am Motor um mehr als zehn Prozent zu reduzieren und einen energieeffizienten Betrieb von Pumpen, Lüftern und Kompressoren zu ermöglichen.

Effiziente Antriebe in der Fabrik der Zukunft

„Durchgängigkeit“ und „Integration" werden auch im Hinblick auf die Produktionsumgebung der Zukunft eine entscheidende Rolle spielen. Wird eine durchgängige Toolkette von der ersten Auslegung bis zur laufenden Fertigung realisiert, muss das Wissen, welches einmal in die Kette gegeben wird, nicht nochmal hinzugefügt werden. Darüber hinaus erlauben Simulationsmodelle von Umrichtern und Antriebssträngen eine Optimierung der Auslegung noch in der virtuellen Welt. Über die Simulation der gesamten Anlage stehen Informationen zur Vernetzung bereits früh zur Verfügung und können direkt in die Automatisierungs- und Kommunikationskonzepte einfließen.

Wie Siemens im Zuge seiner umfassenden Sinamics-Antriebsfamilie zeigt, werden mit durchgängigen Lösungen eine effiziente Projektierung, Inbetriebnahme und Bedienung ermöglicht. Gleichzeitig birgt die stetige Weiterentwicklung von Umrichtern als Kernbestandteil integrierter Antriebssysteme weitreichendes Potenzial für eine energie- und ressourcensparende Produktion.

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