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Funktionale Sicherheit Funktionale Sicherheit in der Praxis

| Redakteur: Jan Vollmuth

Die Vorbereitungen zum 2. Anwendertreff Maschinensicherheit am 30. September laufen Hochtouren. Im Vordergrund stehen praxisbezogene, relevante Inhalte und aktuelle Themen.

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(Bild: VBM-Archiv )

Am 30. Sptember 2014 ist es soweit: Der 2. Anwendertreff Maschinensicherheit öffnet im Vogel Convention Center in Würzburg seine Pforten. Wie bereits im vergangenen Jahr liegt vor den Teilnehmern wieder ein Tag vollgepackt mit relevanten, lösungsorientierten Informationen zu wesentlichen Themen der Maschinensicherheit. Unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ referieren erfahrene Sicherheitsexperten in vier Foren zu den Schwerpunkten Sicherheit als Standard, Aufbau von Sicherheitssystemen, Safety und Security sowie dem neuen Fokus Roboter & Maschinensicherheit.

Normen im Fokus

Im Forum Sicherheit als Standard hält Bernard Mysliwiec, Senior Safety Expert bei der Siemens AG, den Eröffnungsvortrag. Mysliwiec beschäftigt sich intensiv mit der Zusammenfassung der Nomen IEC 62061 und ISO 13849-1 in der Fertigungsindustrie, die in einer einzigen Norm aufgehen sollen. „Dabei soll gleichzeitig die Methodik nach der Regel der Funktionalen Sicherheit vereinfacht werden“, so der Experte. Er berichtet über den aktuellen Stand der Normierung und deren weiteren Fortgang.

Den Impulsvortrag zur „neuen“ Norm EN ISO 14119 trägt Tobias Blickle bei, Produkt-Marketing Manager bei der ABB Stotz-Kontakt GmbH. Die Norm EN ISO 14119 ist bereits seit Oktober 2013 gültig und löst somit die EN 1088 ab. „Der Anwender bekommt in meinem Vortrag einen Einblick in die neue Norm EN ISO 14119, die sich mit Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen beschäftigt. Sie löst die alte Norm EN 1088 spätestens im Mai 2015 ab“, so Blickle. Mit seinem Vortrag will Blickle das Bewusstsein für Verriegelungseinrichtungen in Verbindung mit trennenden Schutzeinrichtungen schärfen sowie Definitionen anhand einfacher Beispiele erläutern.

Praxis steht im Vordergrund

Natürlich kommt bei den Vorträgen die Praxis nicht zu kurz, dafür sorgen die Praxisbeispiele in jedem der vier Foren. So beschreibt zum Beispiel im Form 2 „Aufbau von Sicherheitssystemen“ Katrin Laack, Key Account Managerinbei der Pilz GmbH & Co. KG, was bei der Auswahl einer sicheren Steuerung zu beachten ist. „Der Anwender wird erfahren, welche Art von Steuerungen für seine Applikation am besten geeignet sind. Das heißt, wir versuchen die Adaption an bestehende Automatisierungsstrukturen in puncto Sicherheit optimal zu gestalten und so dem Vortrag eine beraterische Funktion zu geben“, sagt die Referentin.

Ein weiteres Beispiel: In Forum Safety & Security will Referent Frank Schmidt, Leiter Normen-, Gremien- und Verbandsarbeit bei K.A. Schmersal GmbH & Co. KG, mit seinem Beitrag „Erhöhte Sicherheit vor Manipulation“ für das Thema „Manipulation“ sensibilisieren. Ergeht u.a. den Fragen nach: Wer manipuliert, wie kann der Manipulation entgegengewirkt werden oder wie ist das Vermeiden von Manipulation in der Normenwelt verankert?

Begleitende Expo

Zusätzlich zu den Vorträgen können sich die Teilnehmer des Anwendertreffs auf der begleitenden Expo Maschinensicherheit über Produktneuheiten und Lösungen von über 20 Ausstellern informieren. Damit hat sich diese Veranstaltung bereits im zweiten Jahr zur umfassendsten Fachtagung und Networking-Plattform für die Maschinensicherheit entwickelt. Sie richtet sich an Konstruktionsleiter, Konstrukteure aus Maschinen- und Steuerungsbau, Entwickler sowie Instandhalter, Normenverantwortliche, Betriebs-/Fertigungsleiter und Arbeitsschutz-Experten.

Die Anmeldung ist immer noch möglich.

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