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Drehgeber Funktionale Sicherheit mit Inkrementaldrehgebern

| Redakteur: Gudrun Zehrer

Von Leine & Linde gibt es jetzt einen Drehgeber zur Gewährleistung der funktionalen Sicherheit: einen Inkrementaldrehgeber mit High Current HTL (HCHTL)‐Signalen zur Verwendung in Installationen gemäß SIL2/PLd, Level 3. Aufgrund der bereits integrierten Sicherheitslösung wird hier kein zweiter Drehgeber oder Sensor mehr benötigt, um Redundanzanforderungen zu erfüllen.

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Der Inkrementaldrehgeber FSI 800 Serie, funktionale Sicherheit integriert.
Der Inkrementaldrehgeber FSI 800 Serie, funktionale Sicherheit integriert.
(Leine & Linde/PerSandberg.se)

Dies spart Platz und reduziert auch die Anzahl erforderlicher Kabel, wodurch das System wiederum weniger anfällig für Umgebungsfaktoren, Störungen und Verschleiß wird.

Drehgeber mit integrierter funktionaler Sicherheit

Bei kritischen Anwendungen, wie denen in der Stahl‐ oder Papierindustrie, bei denen die Produktion rund um die Uhr läuft, muss der Bediener bei laufendem Betrieb auf die Maschinen zugreifen können. Hierfür ist zur Erfüllung der Maschinenrichtlinien ein Schutz gemäß SIL2/PLd bei Typ C‐Norm erforderlich. Bei derlei Anwendungen vereinfachen laut Leine & Linde diese Drehgeber – die typischerweise bei großen Maschinen, Wechsel‐ oder Gleichstrommotoren zur Drehzahlrückmeldung zum Einsatz kommen – die funktionale Sicherheit von Systemen.

Vereinfachte Installation mit nur einem Drehgeber

Bis jetzt nutzte man üblicherweise einen Inkrementaldrehgeber mit 1‐Vpp‐Signal, das sich aufgrund seines schwachen Signals nicht für derlei kritische Umgebungen eignet. Eine Lösung ist daher die Serie FSI 800 mit HCHTL‐Signalen für 9 bis 30 V DC, die zusätzlich die Anforderung an lange Kabel über 300 Meter erfüllt. Das bedeutet für die Industrie eine vereinfachte Installation mit nur einem HCHTL‐Drehgeber bei gleichzeitiger Erfüllung aller Sicherheitsanforderungen. Die Rechtecksignale werden intern im Drehgeber überwacht. Wird eine Störung erkannt, gehen die Drehgebersignale in den sicheren Modus über oder zeigen die Störung über den Statusausgang an. Selbst einer sicherer Halt oder sichere reduzierte Geschwindigkeit ist dadurch realisierbar.

Sichere Wellenkupplung

Durch eine besonders simple Lösung ist auch der schlupffreie Wellenanbau in der Hohlwellenvariante einfach zu realisieren. Auf der Motorseite muss lediglich ein zylindrischer Wellenzapfen mit Einkerbung angebracht werden. So kann der sichere Drehgeber auch nur auf eine sichere Wellenadaption aufgebaut werden. Anders als bei der Welle mit Führungsnut ist diese Lösung unverlierbar und kann nicht leichtfertig umgangen werden. Beim Wellendrehgeber FSI 850 ist die Welle mit Keilnut über eine sichere Wellenkupplung mit den Antriebswelle zu koppeln.

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