Stromüberwachung

Funktionsprüfung von Bosch-Elektrowerkzeug leicht gemacht

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Stromüberwachung mit IO-Link und Safety in einem

Erstmals hat sich die Entwicklungsabteilung bei den Prüfständen für eine kombinierte Lösung aus fehlersicherer F-CPU und feinmodularem Peripheriesystem ET 200SP entschieden. „Durch die Integration der Sicherheitstechnik in die gleiche Steuerung wie für die Standardautomatisierung sparen wir uns weitere Geräte und Platz im Schaltschrank“, sagt Hahn. Was auch schon mit den Stromüberwachungsrelais auf der Basis von IO-Link gelungen ist – nämlich die spürbare Platzeinsparung – wird in Bezug auf die Sicherheitstechnik systematisch fortgeführt. Bisher wurden die Türkontakte und die Rauchmelder in den Prüfkammern mit konventionellen Sicherheitsschaltgeräten fehlersicher überwacht. Allein die Verdrahtung dafür war schon entsprechend aufwändig. Nun sind die einzelnen Sensoren jedoch über fehlersichere Eingangskarten der Peripherie ET 200SP mit der Steuerung verbunden. Müssen später Erweiterungen oder Modifikationen der Prüfkammern durchgeführt werden, ist diese Art der Sicherheitstechnik so flexibel, dass die Integration nur kurze Zeit in Anspruch nimmt. Als Verbindungstechnik wählte der Praktiker die Federzug-Stecktechnik, weil damit Verbindungen schneller, rüttelsicher und ohne Aderendhülsen ausgeführt werden. So wird ebenfalls viel Zeit gespart. Die neuen Prüfkammern zum Testen von Elektrowerkzeugen im Werk Murrhardt von Bosch Power Tools sind ein Beispiel dafür, dass moderne Technik in vielerlei Hinsicht Vorteile bringt. Durch den Einsatz der Stromüberwachungsgeräte Sirius 3UG4822 von Siemens kann nämlich nicht nur die ordnungsgemäße Funktion von Elektrowerkzeugen geprüft und dokumentiert werden, sondern aus den Werten und den so darstellbaren Stromkennlinien lassen sich später möglicherweise auch Rückschlüsse auf die Qualität von Produktion und Endprodukt schließen. Besonders einfach wurde der komplette automatisierungstechnische Aufbau durch den Einsatz der IO-Link-Kommunikation zwischen den 16 Stromüberwachungsrelais und der dezentralen Steuerung. Dadurch sank nicht nur der Aufwand für Engineering und Verdrahtung, sondern sparte zudem noch Platz im Schaltschrank. Zusätzlich konnte die gesamte Sicherheitstechnik einfach und übersichtlich mit der gleichen Hardware realisiert werden. Hier hat sich das Engineering Framework TIA Portal als Software doppelt angeboten. Denn auf derselben Plattform, also mit dem gleichen Erscheinungsbild, wurde sowohl die Standardautomatisierung als auch die Sicherheitstechnik realisiert. Klaus D. Hahn freut sich: „Ein moderner Systemaufbau mit leistungsfähiger Kommunikation, wie sie hier von der Stromüberwachung bis zur fehlersicheren Steuerung realisiert wurde, bringt immense Vorteile beim Engineering, bei der Installation und im Betrieb.“

* *Gerhard Sturm, Digital Factory/Control Products, Siemens

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