Mercedes-Benz Futuristische Studie aus neuem Design-Center in Peking

Autor / Redakteur: Thomas Kuther / Sariana Kunze

Mercedes-Benz hat in Peking ein Entwicklungszentrum eröffnet und dabei die spektakuläre Studie G-Code präsentiert. Angetrieben wird das futuristische Hybridfahrzeug von einem Elektromotor sowie einem Verbrennungsmotor, der mit Wasserstoff betrieben wird.

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Feierliche Eroeffnung des neuen Gebäudes von MB Research & Development in Peking (v.l.n.r.): Prof. Dr. h.c. Gorden Wagener, Leiter Design Daimler AG; Prof. Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung; Hubertus Troska, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Vorstandsvorsitzender der Daimler Greater China Ltd.; Klaus Mannsperger, Executive Vice President Daimler Greater China Ltd., Leiter Mercedes-Benz Forschung & Entwicklung China.
Feierliche Eroeffnung des neuen Gebäudes von MB Research & Development in Peking (v.l.n.r.): Prof. Dr. h.c. Gorden Wagener, Leiter Design Daimler AG; Prof. Dr. Thomas Weber, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, verantwortlich für Konzernforschung & Mercedes-Benz Cars Entwicklung; Hubertus Troska, Mitglied des Vorstands der Daimler AG, Vorstandsvorsitzender der Daimler Greater China Ltd.; Klaus Mannsperger, Executive Vice President Daimler Greater China Ltd., Leiter Mercedes-Benz Forschung & Entwicklung China.
(Bild: Daimler AG)

Im G-Code wirkt die Kraft von zwei individuell ansteuerbaren Antriebsherzen. Der Frontmotor ist ein kompakter, hochmoderner und aufgeladener Verbrennungsmotor, der mit Wasserstoff betrieben wird, und ausschließlich die Vorderräder antreibt. An der Hinterachse wirkt ein Elektromotor, der seine Kraft über eine doppelte Lamellenkupplung radselektiv weiterleitet.

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Im G-Code sichert neben der bereits klassischen Energieaufnahme durch Rekuperation oder der Plug-in-Technik auch die Hightech-Lackierung „Multivoltaik Silver“ die Stromversorgung. Sie wirkt einerseits wie eine riesige Solarzelle mit ausgezeichnetem Wirkungsgrad.

Andererseits lädt sich „Multivoltaik Silver“ zusätzlich durch den Fahrtwind oder im Stand durch den natürlichen Wind elektrostatisch auf. Diese elektrischen Ladungen werden abgegriffen und ebenfalls zur Methan- und Wasserstoffsynthese genutzt. Schließlich ergänzt das Spezialfahrwerk „Power on the move“ die Stromerzeugung. Sowohl Federn wie Dämpfer arbeiten hydraulisch und sind über eine zentrale Einheit vernetzt. Der Hub von Federung und Dämpfung und damit der Volumenstrom der Hydraulikflüssigkeit treibt einen kompakten Stromgenerator an.

Neuartiger Allradantrieb mit „digitaler Kardanwelle“

Je nach gewähltem Programm kann der G-Code nur mit Verbrennungsmotor als Fronttriebler, rein elektrisch als Hecktriebler oder vollvariabel im Allradmodus fahren. Die Antriebssteuerung dieses innovativen Allradsystems übernimmt dabei ein völlig neu konfiguriertes System, das je nach Fahrsituation die beiden Antriebsquellen miteinander verknüpft. Die Steuerung des Triebstrangs wirkt dabei wie eine „digitale Kardanwelle“ zwischen Vorder- und Hinterachse. Dabei bestimmt nicht nur die Ökonomie die jeweils sinnvolle Antriebsart.

Auch fahrdynamische Parameter fließen beispielsweise zur Erhöhung der aktiven Sicherheit oder Steigerung der Längs- und Querdynamik im HYBRID sport-Programm mit ein. Gleichzeitig garantiert die Steuerlogik unabhängig vom jeweiligen Front-, Heck- oder Allradmodus immer ein für den Fahrer berechenbares, konstantes Fahrverhalten. Das Fahrdynamiksystem HYBRID select bietet drei spezifische Programme:

  • Im HYBRID eDrive-Modus fährt der G-Code möglichst rein elektrisch. In diesem Programm steht eine möglichst hohe Energieeffizienz und höchster Antriebskomfort im Zentrum der Regelstrategien.
  • Aktiviert der Fahrer den HYBRID eco-Modus, liegt der Schwerpunkt neben einem möglichst energieeffizienten Fahren im Hybrid-Modus bei einem möglichst hohen Antriebskomfort. Die digitale Sound-Modulation gleicht den wechselnden oder gleichzeitigen Einsatz von E- und Verbrennungsmotor akustisch aus und generiert eine gedämpfte, angenehme Klangwelt im Innenraum.
  • Im HYBRID sport-Programm erleben die Insassen den G-Code als Fahrmaschine auf dem Niveau eines kompakten Sportwagens. Um eine möglichst hohe Längs- und Querdynamik zu erreichen, wird hier der Elektromotor als Booster beim Beschleunigen eingesetzt. Bei zügiger Fahrt über kurvenreiche Strecken steigert das Torque Vectoring an der elektrisch betriebenen Hinterachse die Agilität deutlich. Durch die digitale Sound-Modulation erleben die Insassen zudem die Klangwelt eines potenten Sportwagens mit Klappenauspuff.

Digitale Welt im Kühlergrill – Raumschiff Enterprise lässt grüßen

Wer kennt es nicht – das legendäre Raumschiff Enterprise aus der Star Trek-Fernsehserie und den zahlreichen Kinofilmen. Immer im Mittelpunkt: der Warp-Hauptantrieb im unteren Antriebsdeck mit holografischer, meist in blauem Licht pulsierender Öffnung. Ähnlich spacig haben die Designer die Front des G-Code gestaltet. Statt eines herkömmlichen Lamellengrills umschließt ein vollflächiges Display den zentralen Markenstern und die beiden Chromlamellen im Kühler. Die Kühlung des Motors erfolgt mittels innovativer Luftführung über seitliche und untere Öffnungen in der Frontpartie. Das inspirierte Display visualisiert mit einer komplexen und vielschichtigen Sternenmatrix der Umgebung den aktuellen Betriebsmodus des G-Code:

  • Ist der G-Code geparkt, signalisiert er den aktuellen Ruhemodus mit einem sanft pulsierenden, blauen Licht.
  • Im reinen Elektroantriebsmodus HYBRID eDrive erstrahlen die digitalen Miniatur-Sterne im Kühlergrill blau und laufen vom äußeren Rand des Displays nach innen. Es entsteht der optische Eindruck eines imaginären, sich permanent öffnenden Tunnels in der Fahrzeugfront.
  • Im gemischten Antriebsmodus HYBRID eco bleibt die Laufrichtung der Miniatur-Sterne erhalten, die Farbe wechselt in einen violetten Farbton.
  • Im Modus HYBRID sport dagegen wechselt die Farbe in ein kräftiges Rot, die Laufrichtung der Miniatur-Sterne kehrt sich um. Jetzt entsteht der Eindruck, der G-Code würde permanent imaginäre Energie nach außen transportieren.

Attraktive Exterieurdetails demonstrieren Hightech

Weitere Eye Catcher an der Front sind neben dem innovativen Kühlergrill die beiden Voll-LED-Scheinwerfer. Beim Einschalten fahren sie wie das Objektiv einer Digitalkamera aus der Tiefe des Scheinwerfers heraus und fokussieren das Licht in Abhängigkeit der Fahr- und Verkehrssituation. Ausfahrbar sind auch die beiden Kameras in kleinen Flics an der oberen A-Säule. Sie ersetzen die klassischen Rückspiegel und fahren nach dem Abstellen des G Code flächenbündig zurück in die A-Säulen.

Digitale Welt trifft Wohlfühlambiente

Dank gegenläufiger Türen und fehlender B-Säule öffnet sich ein ungehinderter Zugang zum Innenraum sowohl für Fahrer, Beifahrer und Fondpassagiere. Nachdem der Fahrer seinen Sitz eingenommen hat und das Fahrzeug mittels Smartphone aktiviert hat, fahren Armaturenbrett und Pedalerie automatisch aus der Ruheposition in die für den Fahrer ergonomisch und haptisch optimale Position.

Anschließend entfaltet sich das im Armaturenbrett ruhende Lenkrad wie ein Schmetterling und positioniert sich zusammen mit dem integrierten Head-up-Display gleichfalls in perfekter Position. Zum Abschluss der Einstiegszeremonie fahren die Belüftungsdüsen und das Multi-Infodisplay aus dem Armaturenbrett. Das Wide Screen Display spannt sich fast über die komplette Breite des Armaturenbretts und gewährt einen zweifelsfreien Überblick über die verschiedenen Fahrzeug- und Multimediafunktionen, die alle intuitiv gesteuert werden können.

An den Rändern des Wide Screen Displays werden die Bilder der Rückspiegelkameras eingeblendet. Wird der G Code mit dem Smartphone ausgeschaltet, kehren sich die Positionierungen des Interieurs um – ein bequemer und ergonomischer Ausstieg ist so garantiert.

tive Fahrerassistenzsysteme mit einer 360-Grad-Umfelderfassung mittels 3-D-Kameras, Radar, Infrarot-Scanner, GPS-Daten und einem intensiven Datenaustausch mit der Verkehrsinfrastruktur und anderen Fahrzeugen der Umgebung. Potentiell kritische Fahr- und Verkehrssituationen werden bereits im Ansatz erkannt und automatisch entschärft.

Mit ihrem schalenförmigen Aufbau und dem Carbon-/Ledermix gleichen die Sitze Skulpturen. Sie verfügen zudem über 3-D-Bodyscanner, die wichtige Körperfunktionen überwachen und auf Wunsch den Wellnessgrad aller Insassen auf dem Zentraldisplay darstellen. In Abhängigkeit dieser Werte werden in den Sitzen automatisch Massage-, Heiz- oder Kühlfunktionen aktiviert, die Ermüdung vermeiden oder muskuläre Verspannungen schon im Anfangsstadium beseitigen. So ist ein entspanntes Reisen auch auf längeren Passagen garantiert.

Die Klimaanlage unterstützt das Wellnessprogramm, indem sie die angesaugte Außenluft mittels photosynthetischer Emissionswäsche natürlich reinigt, anschließend ionisiert und so für allergen- und partikelfreie Atemluft im Innenraum sorgt. Der bei der Wasserstoffsynthese im Antriebsmanagement entstehende Sauerstoff wird bedarfsgerecht in den Innenraum geleitet und erfrischt die Insassen zusätzlich. So verliert selbst innerstädtischer Stopp-and-Go-Verkehr in asiatischen Ballungsräumen seine unangenehme Seite.

Der G-Code bietet nicht nur bis zu vier Personen ausreichend Platz, sondern zudem ausreichend Stauraum. Unter dem doppelten Kofferraumboden befinden sich zwei Mini Stand-up Scooter, die während der Fahrt aufgeladen werden und im innerstädtischen Bereich zusätzliche Mobilität ermöglichen.

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