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Schneider Electric Ganzheitliche Betrachtungen für Maschinen ermöglichen schnelle Lösungen in der Automatisierung

| Redakteur: Reinhard Kluger

Ein ganzheitlicher Ansatz zum Realisieren von Automatisierungsprojekten im Maschinenbau nutzt ausführlich getestete und dokumentierte Basis-Applikationen als Grundlage. Das bringt einen Zeitvorsprung von Beginn an. Und: Ein ganzheitlicher Ansatz über den gesamten Lebenszyklus einer Maschine dürfte sich damit auf jeden Fall auszahlen.

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Integrierter Lösungsansatz für den Maschinenbau: Machine Stuxure von Schneider Electric.
Integrierter Lösungsansatz für den Maschinenbau: Machine Stuxure von Schneider Electric.
( Archiv: Vogel Business Media )

Maschinen aus Deutschland genießen international hohes Ansehen. Die angebotene Palette ist äußerst vielfältig. Für jeden Anwender findet sich die passende Lösung, angefangen von kleinen kompakten Maschinen bis hin zur Königsklasse, wie beispielsweise hochperformanten Verpackungsmaschinen. Diese Vielfalt bedingt eine ganzheitliche Betrachtungsweise des Automatisierungskonzepts und erfordert zugeschnittene Lösungen, die an den jeweiligen Anwendungsfall optimal angepasst sind. Denn schließlich soll das Endprodukt auch vom Preis her wettbewerbsfähig sein. In diesem Zusammenhang ist natürlich auch eine einfache und schnelle Umsetzung von entscheidender Bedeutung – Von der Idee bis zum fertigen Produkt muss es schnell gehen, um im entscheidenden Moment „die Nase vorn“ zu haben.

Bei Berücksichtigung aller Randbedingungen, die Einfluss auf die Entstehung einer neuen Maschine nehmen, kommt dem Lösungsangebot für die Automatisierung eine besondere Bedeutung zu. Unter dem Oberbegriff MachineStruxure stellt Schneider Electric nun ein Angebot vor, dass dem Maschinenhersteller einen ganzheitlichen Ansatz für die Projektierung seiner Automatisierungslösung erlaubt und ihm eine hohes Maß an Flexibilität bei der Auswahl seiner Lösungsbausteine bietet. Dieses neue Angebot beruht auf drei Säulen:

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Säule 1: Optimierte Hard- und Softwareplattform

  • Flexible Machine Control bildet mit der für Maschinenanwendungen optimierten Hard- und Softwareware-Plattform die Basis des ganzheitlichen Lösungsangebots. Die angebotenen Controller sind für verschiedene Maschinentypen zugeschnitten und optimiert. Eine einzige durch-gängige Automationssoftware für den gesamten Lebens-zyklus und für sämtliche Komponenten einer Maschine unterstützt den Anwender massiv bei seiner Arbeit, von der Projektierung, über die Inbetriebnahme bis hin zu Wartung und Instandhaltung.

Säule 2: Verifizierte und dokumentierte Automationsarchitekturen

  • Basis-Anwendungen und Bausteinbibliotheken erleichtern den Einstieg in und den täglichen Umgang mit Automatisierungsprojekten für den Maschinenbau. Typische Anwendungen werden dem Anwender als Applikationsrahmen – so zu sagen als „Start-up-Anwendungen – für viele typische Aufgabenstellungen aus dem Maschinenbau an die Hand gegeben. Das Rahmenwerk wird neben den applikationsspezifischen Teilen vervollständigt durch vorgefertigte Programmbestandteile, die bisher oft immer wieder neu entwickelt werden, wie beispielsweise eine Betriebsartenverwaltung und –Umschaltung. Zusätzlich stehen umfangreiche Bausteinbibliotheken zur Verfügung, auf die der Anwender im Rahmen seines Au-tomatisierungskonzepts zurückgreifen kann. Sämtliche Basis-Anwendungen und Bausteinbiliotheken sind getestet, validiert und ausführlich dokumentiert. Der Anwender muss das Rad also nicht immer wieder neu erfinden. Er erhält vom Start weg einen nicht zu unterschätzenden Vorsprung und kommt so erheblich schneller zu den gewünschten Ergebnissen.

Säule 3: Die Dienstleistungen eines weltweit agierenden Unternehmens

  • Applikationskompetenz und partnerschaftliche Zusammenarbeit in lokaler Nähe einerseits, und weltweit organisierten Kundendiensteinsätzen für den deutschen Maschinenbauer auf der anderen Seite bilden den weit gespannten Rahmen für das Dienstleistungsangebot unter dem Dach von MachineStruxure. Der Anwender profitiert hiervon, gleich, in welcher Phase des Lebenszyklusses seiner Maschine er sich gerade befindet. Die Palette ist breit angelegt und setzt natürlich früh an. Schulung und Beratung über internationale Normen und Richtlinien, Unterstützung und Übernahme von Engineering und Pro-grammierung gehören gerade in der Entstehungsphase einer Maschine zum selbstverständlichen Angebot. Bei Planung, Entwicklung, Bau und Inbetriebnahme sind die Spezialisten der Machine Technology Center (MTC) von Schneider Electric für den Support des Anwenders zuständig.

Alle Macht den Controllern?

Wichtiger Bestandteil von „Flexible Machine Control“ ist das Angebot der Hardware-Lösungsbausteine. Der Anwender kann hier aus einer reichhaltigen Palette von Controllern auswählen, die auf verschiedene Anwendungsbereiche abgestimmt sind und dort ihre jeweiligen Stärken hinsichtlich Leistungsfähigkeit, Kompaktheit, Flexibilität voll ausspielen können. Damit lässt sich für jede Applikation eine optimale Automatisierungsarchitektur finden, angefangen bei kleinen kompakten Maschinen, die mit einfacher eingängiger Bedienphilosophie ein sicheres Bedienkonzept auch für uner-fahrene Anwender bieten sollen, bis hin zu anspruchsvollen Hochleistungsmaschinen. Die Palette umfasst:

Logik-Controller, die weitgehend der „klassischen SPS“ entsprechen – also in der Leistung skalierbare, modular erweiterbare Geräte, die sich flexibel den jeweiligen Anforderungen anpassen lassen und der Integration unter-schiedlicher Aufgaben und Funktionen dienen. Die beiden Familien von Logik-Controllern Modicon M238 und Modicon M258 bilden das Grundgerüst, mit dem einfache Kompakte sowie ausgefeilte dezentralisierte Automatisierungsarchitekturen realisiert werden können. Typische Anwendungen für diese Geräte sind beispiels-weise Anwendungen aus der Lager- und Förder-, oder Anlagentechnik.

Drive Controller für Antriebe

HMI-Controller, die eine kompakte Einheit von Bedienterminal und Steuerung bilden. Diese Geräteklasse bietet äußerst kompakte und kostengünstige Lösungsansätze für Maschinenapplikationen. Sie eignen sich hervorragend für Anwendungen, die im kommerziellen oder handwerklichen Bereich, wo es auf robuste und platzsparende Steuerungs-technik und vor allem auf eingängige Bedienkonzepte ankommt, bei denen Anwender intuitiv mit einer kompakten Maschine klar kommen müssen.

Drive Controller, die die Steuerungsfunktionalität für antriebszentrierte Anwendungen in den Antrieb bringen, also beispielsweise Kompressoren und Verdichter, Mischer, Zerkleinerer, Zentrifugen oder Krane.

Motion Controller, für Anwendungen mit hohem Motion-Anteil, also beispielsweise vielachsige hochperformante Anwendungen, wie Verpackungsmaschinen. Bei diesem Controller-Typ steht eine Leistungsfähige CPU für die Motion-Applikation zur Verfügung, die den Logik-Anteil der Anwendung „quasi nebenbei“ erledigt.

Alles, was der Ingenieur braucht: SoMachine, die Software-Plattform

Kernstück einer ganzheitlichen Lösung für die Automatisie-rung von Maschinen ist und bleibt die Software, mit der diese Lösung realisiert wird. Traditionell sind verschiedene Tools erforderlich, um alle Aspekte der Lösung zu realisieren, also beispielsweise Konfiguration und Programmierung der Steuerung, die Realisierung der Bedienoberfläche sowie Konfiguration und Parametrierung dezentraler E/A. Mit die-sem heterogenen Ansatz räumt das Software-Werkzeug SoMachine gründlich auf. In dieser Software sind alle As-pekte vereint und eng miteinander verzahnt. Der Anwender hat eine hervorragende Übersicht über das gesamte Projekt mit all seinen Teilaspekten. Definitionen – beispielsweise die Festlegung von Ein-/Ausgängen oder Variablen und Datenstrukturen – werden genau ein Mal getroffen.

Konsistenz eines Projektes ist sichergestellt

Das gesamte Projekt wird in einer einzigen Projektdatei abgelegt. Neben den zwingend erforderlichen Daten – also Anwendungsprogramm, HMI-Projektierung sowie allen weiteren Parametern und Daten – kann der Anwender wichtige Informationen als Anhang in diesem Projekt mit ablegen. Die Konsistenz eines Projekts ist so immer sicher gestellt. Die Frage, welches SPS-Programm zu welcher HMI-Version gehört, stellt sich erst gar nicht.

Die Software basiert auf gängigen Standards. CoDeSys V3.3 und FDT/DTM bilden die Basis. Über die Programmeditoren hinaus bietet SoMachine eine intuitive und übersichtli-che Bedienoberfläche, die die Verwaltung eines Automati-sierungsprojekts einfach und übersichtlich macht, und weit über den von CoDeSys bekannten Stand hinaus geht. „Unter der Haube“ ist ein Plugin-Konzept realisiert, das Erweiterungen, Ergänzungen und die zukünftige Integration weiterer Werkzeuge sehr einfach macht.

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