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Effizienzlösung Ganzheitlicher Ansatz bringt Energieeinsparungen

Redakteur: Carina Schipper

Das Energieeffizienzsystem für produzierende Unternehmen von Bosch Energy and Building Solutions baut sich modular auf. Es richtet sich nach den Anforderungen der Industrie und identifiziert Einsparpotenziale. In Summe lässt sich der Energieverbrauch um bis zu 30 % senken, heißt es aus Stuttgart.

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Bosch bezieht alle wichtigen Faktoren, wie beispielsweise Wärmeverluste, in die Plaung ein.
Bosch bezieht alle wichtigen Faktoren, wie beispielsweise Wärmeverluste, in die Plaung ein.
(Bild: Bosch)

Zu den Bestandteilen des Systems zählt eine energetische Strategieberatung und energiewirtschaftliche Optimierung, die transparente Darstellung von Energieflüssen sowie die energetische Optimierung in der Produktion und der infrastrukturellen Energieversorgung. Der Ansatz kombiniert situationsabhängig die Erzeugung und Verteilung von Prozessenergie sowie die effiziente Verwendung von mechanischer Energie in der Produktion. Beispielsweise verbinden sich die Erzeugung von Druckluft, Wärme und Kälte in einer dezentralen Lösung.

Oftmals unterschätzt, aber für die Steigerung der Energieeffizienz essenziell, sei die Betrachtung des Energiebedarfs in der Produktion, berichtet das Unternehmen. Mit verschiedenen Maßnahmen wie gezieltem Abschaltmanagement oder der Senkung des Energieverbrauchs von Maschinengruppen lässt sich beispielsweise die Grundlast herunterfahren. Für Getrag Untergruppenbach, einem weltweiten Systemlieferant von Getriebesystemen für PKW und leichte Nutzfahrzeuge, hat Bosch am Standort Neuenstein Einsparpotenziale in verschiedenen Maschinengruppen zusammengetragen. Bei einer Amortisationszeit von 2,5 Jahren reduziert sich der Energieverbrauch dauerhaft um fast 5 %.

Prozessenergie birgt hohe Einsparmöglichkeiten

Die jährlichen Energiekosten des Fruchtsaftherstellers Albi aus Berghülen liegen heute trotz erweiterter Produktion 5 %unter den Vergleichswerten. Zu den Verbesserungsmaßnahmen gehört am Standort seit 2014 eine Kraft-Wärme-Kälte-Kopplungsanlage, die den Energiebedarf deckt. Das Konzept stammt von Bosch. Der Konzern hat es geplant, schlüsselfertig umgesetzt, errichtet. „Für uns stand das Thema Wirtschaftlichkeit mit Aspekten wie sparsamer Einsatz von Primärenergie, preisgünstiger Primärenergieeinkauf, hohe Effizienz der verbrauchten Primärenergiearten sowie eine geringe Umweltbelastung im Vordergrund“, berichtet Norbert Reuss, Mitglied der Albi-Geschäftsleitung Einkauf, Produktion und Technik. „Das Konzept von Bosch berücksichtigt alle für Albi relevanten Aspekte, ist fachlich gut durchdacht und verspricht gute wirtschaftliche Ergebnisse.“ Um das Thema Energie dauerhaft wirtschaftlich im Blick zu behalten, untersuchen die Bosch-Experten alle strategischen, organisatorischen und technischen Handlungsfelder.

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