Anbieter zum Thema
Identifikation durch Cognex-Codeleser
Die zu prüfenden Teile sind entweder mit einer Lasergravur oder einem Datamatrix-Code gekennzeichnet, die am Beginn der Förderstrecke von einem Cognex Codelese-Komplettsystem bestehend aus dem Reader In-Sight 7402, einer Beleuchtung von Smart Vision Lights und einem 5-Megapixel-Objektiv erfasst werden. Ein Positionslaser unterstützt das Lesesystem beim Zentrieren auf das Teil. Das System erkennt auf diese Weise, welches Prüfobjekt sich gerade auf dem Band befindet, und sucht in der Sturm-Datenbank nach der zugehörigen CAD-Datei als Vergleichsmuster.
Die im dxf-Format vorliegenden CAD-Dateien in ein für die Bildverarbeitung kompatibles Tiff-Format zu bringen war eine programmiertechnische Herausforderung für die Vision-Softwarespezialisten bei Sturm. Eine entsprechende Software war zu diesem Zeitpunkt am Markt nicht verfügbar, also waren die hausinternen Bildverarbeiter in München gefragt. Sie entwickelten einen dxf-Konverter, der die Ausgangsdaten für die folgenden Rechenoperationen in der Anlage liefert.
Vergleich mit den CAD-Daten
„Im Prinzip vergleicht die Software die Pixel des aufgenommenen Bildes mit jenen der umgerechneten CAD-Zeichnung“, erklärt Dr. Wolfgang Ullrich. „Deshalb spielt es keine Rolle, in welcher Orientierung das Teil auf dem Band liegt – das Programm kann zwischen Transportband und Blechteil unterscheiden.“ Das Ergebnis der aufwändigen Rechenoperation stellt das System dann am Display farbig dar.
Das neue Inspektionssystem ist zudem Bestandteil eines ausgereiften, durchgehend digitalisierten Fertigungsprozesses: Der Kunde ordert seine Teile elektronisch via Direktanbindung an den Sturm-Server, wo Bestellungen automatisch in Produktionsaufträge umgewandelt werden. Nach der Fertigung erfolgt die beschriebene Teilekontrolle, die Dokumentationserstellung, der Ausdruck der Labels und letztendlich die digitale Archivierung der Auftrags- und Fertigungsdaten.
Hardware und Beratung von Stemmer Imaging
Ganz trivial war die Aufgabenstellung nicht, gibt Dr. Wolfgang Ullrich zu und freut sich über die langjährige gute Partnerschaft mit Stemmer Imaging: „Wir hatten bereits eine ähnliche, am Markt gekaufte Anlage in Verwendung, die aber leider nicht den gewünschten Erfolg brachte. Deshalb haben wir uns für die Eigenentwicklung entschieden. Mitentscheidend für den Erfolg einer derart integrierten Lösung ist die optimale Hardware, die wir von unserem langjährigen Partner Stemmer Imaging bezogen haben.“
Mindestens ebenso wichtig ist laut Dr. Sturm jedoch die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ein kompetenter Service: „Wenn es um die konkrete Produktauswahl geht, haben wir mit der Beratung und den Empfehlungen von Stemmer Imaging bisher immer sehr positive Erfahrungen gemacht. Die Mitarbeiter unseres Partners haben einen sehr guten Marktüberblick und einen umfangreichen Erfahrungsschatz, auf den wir gerne zurückgreifen.“
Nicht nur intern genutzt
Nach einer ausgiebigen Testphase ist die IQS Parts Metrology inzwischen in den Produktionsablauf bei Sturm integriert und wird für unterschiedliche Aufträge der Blechbearbeitung genutzt. Doch damit nicht genug: Das Unternehmen versteht sich auch als Maschinenbauer, und nachdem es am Markt bislang noch kaum derartige Anlagen gibt, bietet Sturm die Anlage nun auch anderen Blechverarbeitern zum Kauf an.
(ID:44278199)