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Mehr Kabel – weniger Kupfe
Am Vorklärbecken der Kläranlage Forchheim wurde ein 44 m langes Microflizz MF08-Doppelsystem installiert, bei dem zwei Energieketten in einer Rinne untergebracht sind und gegenläufig arbeiten.
Die Ketten sind mit 4 x 2,5 mm-Kabeln für die Energiezufuhr der Räumerbrücke befüllt sowie mit 12 x 1 mm-Steuerleitungen. Hier erweist es sich als Vorteil, dass man bei der Bestückung der Energiekette sehr viel variabler ist als bei der Kabeltrommel, in der zwölf Adern mit 2,5 mm² Querschnitt zum Einsatz kamen. Somit gibt es nun weniger Kupfer, aber mehr Adern.
Weiterer Vorteil: Im Vergleich zur Kabeltrommel kann auf einen Schleifring verzichtet werden, der die Übertragung von Daten erheblich einschränkt. Denn das Energieketten-System erlaubt eine direkte Durchverbindung aller Leitungen ohne zusätzliche Klemmstellen oder Schleifringe.
Leitungen aus dem Igus Chainflex-Programm
Die verwendeten Leitungen stammen aus dem Chainflex-Programm von Igus. Zum Einsatz kommt die Baureihe CF9 mit TPE-Ummantelung. Ihr kleiner Biegeradius von 5xd schafft die Voraussetzung dafür, dass das System mit einer geringen Bauhöhe von 140 mm auskommt. Dank ihrer speziellen Konstruktion bleibt die Leitung auch bei Minusgraden flexibel und bietet mit hoher Zug- und Biegefestigkeit eine besonders lange Lebensdauer.
Der Igus Montageservice hat auch die Installation des Systems vor Ort übernommen und das Unternehmen die Klärwerks-Betreiber somit nach dem Prinzip "Alles aus einer Hand" beliefert – einschließlich einer Schautafel, die den zahlreichen Besuchergruppen das Prinzip des Systems erläutert. Der komplette Umbau mit zwei Monteuren war in weniger als einem Tag erledigt.
Eine Besonderheit jenseits des Katalogprogramms wurde ebenfalls installiert. Wenn bei feuchter Witterung die Temperaturen unter den Gefrierpunkt fallen, kann die Energiekette einfrieren, obwohl sie nicht direkt der Nässe ausgesetzt ist. Um das zu verhindern, wurde in das Microflizz-Gehäuse eine thermostatgesteuerte Heizung integriert.
Kein Ausfall der Energiezuführung
Die Betreiber sind mit dem neuen System rundum zufrieden. Ingo Ulrich, Leiter Instandhaltung des Klärwerks Forchheim: „Seit die neue Energiezuführung installiert wurde, ist sie noch nicht ausgefallen.“ Da das System wartungsfrei ist, hat es somit noch keine Betriebskosten verursacht. Damit dürften die Chancen gut sein, dass die Klärwerks-Betreiber in Zukunft weitere Kabeltrommeln durch Microflizz ersetzen – zumal nicht nur an den anderen Vorklärbecken, sondern auch am Sandfangbecken mobile Räumgeräte mit beweglichen Energiezuführungen im Einsatz sind.
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