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Interview mit Turck

Globale Strategie für alle Märkte

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Welche Bedeutung spielt die USA in Turck‘s Internationalisierungsstrategie 2020?

Da die USA das erste Land waren, in dem Turck außerhalb Deutschlands eine eigene Landesgesellschaft gegründet hat, sind wir dort schon sehr gut aufgestellt. Um unsere führende Marktposition in Nordamerika weiter auszubauen, engagieren wir uns aktuell stark in Kanada und Mexiko. So haben wir 2014 50 Prozent der Anteile unseres langjährigen kanadischen Vertriebspartners Chartwell Automation Inc. übernommen, der seither unter Turck Chartwell Canada Inc. firmiert. Am 1. Oktober 2017 gehen auch die restlichen Anteile an uns über. Wir werden dann 100-Prozent-Eigentümer der neuen Landesgesellschaft Turck Canada Inc. sein.

In Mexiko haben wir im vergangenen Jahr eine eigene Produktionsstätte eröffnet. Wir haben dazu die Mitarbeiter unserer ehemaligen Offshore-Produktion in Saltillo übernommen und rund 10 Mio. Euro für die neuen Produktionsstätten investiert. Mexiko ist ein starker Wachstumsmarkt für Maschinenbau und Automobilindustrie, in dem Turck im leztzten Jahr fast 30 Prozent Wachstum erzielen konnte.

Im Rahmen der Turck Internationalisierungsstrategie 2020 setzen wir weiterhin auf regionale Nähe und weltweite Lösungskompetenz. Da wir in Nordamerika gut aufgestellt sind, wollen wir dies durch einen massiven Fokus und weitere Investitionen in der ASEAN-Region unterstützen. So werden wir unter anderem die Landesgesellschaft in Singapur zum regionalen ASEAN-Headquarter ausbauen und die Vertriebsaktivitäten in Thailand, Malaysia, Indonesien und Vietnam intensivieren.

Wie gehen Sie bei dieser globalen Strategie mit den weltweit unterschiedlichen Vorschriften um?

Beim Entwickeln neuer Produkte haben wir soweit es geht immer die weltweiten Anforderungen im Blick, auch wenn die Produkte in den USA enwtickelt werden. Ein gutes Beispiel dafür sind unsere neuen ATEX-zugelassenen Steckverbinder, die auch IECEx-zertifiziert sind. Obwohl diese Richtlinien für Nordamerika keine große Bedeutung haben, investierten wir in USA viele R&D-Ressourcen, um die weltweit ersten Produkte dieser Art zu produzieren. Zulassungen wie UL, CSA und CCC müssen zwangsläufig ein Teil unserer globalen Strategie sein. Daran arbeiten wir stetig, aber die unterschiedlichen Zulassungsverfahren benötigen auch Zeit. Neue Produkte können deshalb zeitversetzt auf unterschiedliche Märkte kommen. Unsere globale Strategie ist es, nur Produkte zu entwickeln, die allen lokalen Marktanforderungen gerecht werden. Ich glaube, genau darum sind wir für die Zukunft bestens aufgestellt.

Schätzen Sie den US-Markt weiter als einen Ihrer Zukunftsmärkte ein?

Eindeutig. Dies gilt aber nicht nur für die USA, sondern für ganz Nordamerika.

Hannover Messe, Halle 9, Stand H55

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