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BOI: Schunk Handzahmer Greifer vereint Mensch und Maschine

| Redakteur: Susanne Hertenberger

Mit seinem Greifer Co-act JL1 will Schunk neue Standards in der Interaktion und Kommunikation zwischen Anwender und Roboter setzen – und sicherte sich damit den MM-Award 2016.

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Der Schunk-Greifer Co-Act JL1 feierte auf der Automatica seine Weltpremiere. Der kollaborative Greifer für MRK-Anwendungen gilt als neuer Technologieträger des Unternehmens.
Der Schunk-Greifer Co-Act JL1 feierte auf der Automatica seine Weltpremiere. Der kollaborative Greifer für MRK-Anwendungen gilt als neuer Technologieträger des Unternehmens.
(Bild: Schunk)

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Als Schunk vor rund zwei Jahren sein weltweit erstes zertifiziertes Safety-Greifsystem präsentierte, ließ das Unternehmen bereits durchblicken, dass dieses nur eine Zwischenetappe auf dem Weg zur lückenlosen Mensch-Roboter-Kollaboration darstellte. Ralf Steinmann, Geschäftsbereichsleiter Greifsysteme bei Schunk, definierte damals die barrierefreie Kollaboration von Mensch und Roboter als Ziel für die Produktion der Zukunft. 24 Monate später lassen die Entwicklungsingenieure des Unternehmens mit dem Schunk-Geifer Co-act Ergebnisse folgen.

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Der Greifer ist der weltweit erste kollaborative Greifer, der unmittelbar mit dem Menschen interagiert und kommuniziert, heißt es.

Die zentralen Merkmale des Greifsystems sind eine nachgiebige Außenhaut mit abgerundeten Kanten, ein integrierter Schutz vor Werkstückverlust sowie ein LED-Panel als Kommunikationsinterface zum Menschen. Damit erfüllt der Schunk-Greifer Co-act JL1 die zentralen Forderungen einer sicheren Mensch-Roboter-Kollaboration: Er verliert nie das gegriffene Objekt, er erkennt immer einen Kontakt mit dem Menschen und er verletzt unter keinen Umständen beim Greifen. Ein sicherer Antrieb ermöglicht ein breites Greifkraftspektrum und gewährleistet zugleich die funktionale Sicherheit. Wird der Prozess beispielsweise bei einem Not-Aus unterbrochen, ist stets gewährleistet, dass das gegriffene Teil zuverlässig gehalten bleibt. Mithilfe einer Umfeldsensorik erfasst der Greifer kontinuierlich seine Umgebung und verarbeitet die Daten mithilfe einer integrierten Software. Kommt es zu einem unerwünschten Kontakt, wird die Greifkraft automatisch begrenzt. Mithilfe spezieller Greifstrategien und Kraftmessbacken in den Fingern stimmt der Schunk-Greifer sein Verhalten in Echtzeit darauf ab, ob das Werkstück oder eine menschliche Hand gegriffen wird. Die Zukunft von MRK liegt nicht zuletzt auch in der Kommunikation zwischen Anlagensteuerung und Bediener. Beim Greifer Co-act JL1 informieren LED-Leuchten und eine Farbsystematik darüber, ob die Anlage betriebsbereit ist und ob das korrekte Werkstück gegriffen wurde.

Greifer bündeln Informationen aus verschiedenen Sensorquellen

Künftig sollen die Greifer auch ein komplexes Zusammenspiel unterschiedlicher Sensoren und Sicherheitsmechanismen ermöglichen. Kraftmessbacken und eine visuelle Überwachung zählen ebenso dazu wie Häute aus taktilen und kapazitiven Sensoren oder eine strombasierte Kraftregelung. Vergleichbar mit dem Menschen, der in der Regel mehrerer Sinne kombiniert, werden Schunk-Co-act-Greifer künftig Informationen aus mehreren Sensorquellen bündeln und daraus ein möglichst exaktes Bild der Realität ableiten. Über OPC-UA-Schnittstellen werden die kollaborativen Schunk-Greifer darüber hinaus in der Lage sein, mit dem Roboter sowie mit der übergeordneten Anlagensteuerung zu kommunizieren.

Das handzahme Kraftpaket wurde auf der diesjährigen Automatica das erste Mal vorgestellt und erhielt als innovativste Neuheit den MM-Award in der Kategorie Handhabung & Greiftechnik.

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* Weitere Informationen: Schunk GmbH & Co. KG, 74348 Lauffen/Neckar, www.schunk.com

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