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Ethernet-Schnittstelle Harting und Hirose wollen neuen Standard setzen

| Redakteur: Katharina Juschkat

Aufgrund der zunehmenden Nachfrage nach globaler Digitalisierungstechnologie wollen Harting und Hirose aus Tokio gemeinsam ein miniaturisiertes Verbindungstechniksystem für 10 Gbit Ethernet entwickeln, standardisieren und vermarkten.

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Hirose-Präsident Kazunori Ishii (links) und Vorstandsvorsitzender Philip Harting freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit.
Hirose-Präsident Kazunori Ishii (links) und Vorstandsvorsitzender Philip Harting freuen sich auf die künftige Zusammenarbeit.
(Bild: Harting)

Vor über 10 Jahren kamen Anwender bei der Ethernet-Nutzung am RJ45 nicht vorbei. Dennoch war er für den Einsatz im industriellen Umfeld nicht optimal geeignet und nur durch gewisse Anpassungen einsetzbar. Vor diesem Hintergrund entwickelte Harting einen industrietauglichen feldkonfektionierbaren RJ45.

Als Antwort auf die anspruchsvolle und zunehmende Nachfrage nach globaler Digitalisierungstechnologie haben die Partner jetzt vereinbart, ihre Stärken zu bündeln. Das Ergebnis ist die Entwicklung einer neuen miniaturisierten und gleichzeitig robusteren Ethernet-Schnittstelle für hohe Datenraten. Damit soll ein neuer Standard für Industrie-4.0-Anwendungen gesetzt werden. „Unsere Kunden profitieren zum einen von der Erfahrung zweier Technologieführer, zum anderen von weltweiter Präsenz und Kundennähe“, erklärt Hirose-Präsident Kazunori Ishii.

Komponenten und Schnittstellen miniaturisieren und standardisieren

Im Zuge der weltweiten Digitalisierung durch das Internet of Things (IoT) ist die Miniaturisierung von Komponenten und Schnittstellen in der Verbindungstechnik ein wichtiger Faktor. „Industrie 4.0 als Ausprägung des IoT braucht vor allem eines: Eine Ethernet-Verbindung an jede Industrie-4.0-Komponente“, erklärt Philip Harting, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. „Die Standardisierung und internationale Normung neuer Komponenten und Infrastrukturen ist Voraussetzung für den Markterfolg und bietet planerische Sicherheit.“

Auf der anderen Seite bietet Hirose Electric als Partner miniaturisierte Steckverbindungslösungen für kleine tragbare Geräte wie z.B. Mobiltelefone, Tablets und Kameras an. Dadurch hat das japanische Unternehmen zur Miniaturisierung und Hochgeschwindigkeitsübertragung von elektronischen Geräten beigetragen. In der Hochgeschwindigkeits- und Miniaturisierungsindustrie spielt Hirose eine große Rolle. Dies nicht nur bei Steckverbindern im Gerät, sondern auch mit ursprünglich selbst entwickelten Interface-Steckverbindern wie z.B. Micro-USB (USB 2.0, 3.0 und 3.1). Das Unternehmen fokussiert sich auch auf den Industriesektor und bringt sein Wissen ein, um miniaturisierte Steckverbinderlösungen für die Industrie anzubieten.

Weitere Details zur Kooperation wollen die Unternehmen im Herbst auf der Electronica und der SPS IPC Drives bekannt geben.

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