Mobilfunkstandard 5G HD-Film in paar Sekunden auf dem Smartphone

Redakteur: Dipl. -Ing. Ines Stotz

Nokia Networks und National Instruments haben zusammen ein System mit einer Spitzenrate von 10 Gbit/s über die Luftschnittstelle bei 73 GHz (mm-Welle) präsentiert und wollen damit den Weg für künftige 5G-Netzwerke ebnen.

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Die Spitzenrate von 10 Gbit/s ist eine Möglichkeit, die Anforderungen an 5G zu erfüllen.
Die Spitzenrate von 10 Gbit/s ist eine Möglichkeit, die Anforderungen an 5G zu erfüllen.
(Bild: Japanexperterna.se; Flickr (CC BY-SA 2.0))

Die Produktdemonstration wurde beim Brooklyn 5G Summit vorgeführt, der gemeinsam von Nokia Networks und dem Forschungszentrum NYU WIRELESS an der New York University Polytechnic School of Engineering abgehalten wurde. Die zweite Konferenz fand vom 8. bis 10. April 2015 in Brooklyn (New York) statt. Bei der Konferenz für geladene Gäste kamen führende Mobilfunkexperten der Forschungs- und Entwicklungsabteilungen von Hochschulen, Unternehmen und der Regierung zusammen, um sich über die Zukunft des Mobilfunkstandards 5G auszutauschen.

Ein besonderes Augenmerk lag in diesem Jahr auf Frequenzen oberhalb von 6 GHz, dem Fortschritt bei der Kanalmodellierung bei diesen höheren Frequenzen und Massive-MIMO-Systemen für 5G. Der Einsatz neuer Frequenzbänder ist eines der wichtigsten Bestandteile in künftigen 5G-Netzwerken, da sie nahezu keine Latenz verursachen und so Anwendungen wie das taktile Internet, vernetzte Fahrzeuge und Augmented Reality unterstützen. Die Spitzenrate von 10 Gbit/s war nur eine der zahlreichen Produktvorführungen, die den Fortschritt bei diesen Themen belegen.

5G in 3 Anwendungsbereichen

Die Branche stimmt größtenteils mit Nokia darin überein, dass sich 5G um Menschen und Dinge in den folgenden 3 Anwendungsbereichen drehen wird:

ein umfassendes Breitbandnetz, das nach Bedarf Bandbreiten im Gigahertz-Bereich zur Verfügung stellt;

die kritische Mensch-Maschine-Kommunikation, die eine synchrone Auge-Hand-Koordination in Echtzeit ermöglicht, dank der beispielsweise Roboter dezentral gesteuert werden können;

und die umfassende Kommunikation, die Milliarden Sensoren und Maschinen miteinander verbindet.

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