Modernisierung

Her mit dem Schotter: Kieswerk fördert jetzt mit SPS & Co.

Seite: 2/2

Firmen zum Thema

Mit Vernetzung alle Antriebe überwachen

Für das Splittwerk bedeuten diese Funktionen, dass sich die Lastsituation der Motoren ohne Zusatzaufwand einfach erfassen, bewerten und analysieren lässt. Löst ein Motorschutzschalter aus, so ist das Personal umgehend darüber informiert, dass dieser z.B. aufgrund von Überlast ausgelöst hat. Anstelle des Versuchs, direkt wieder unter vollem Risiko einzuschalten, kann der zuständige Mitarbeiter gezielt nachsehen, ob sich etwa Material auf dem Förderband verklemmt hat. Darüber hinaus weisen ansteigende Stromwerte unter Umständen auf Verschleiß hin, sodass die Möglichkeit besteht, entsprechende Wartungsarbeiten im Vorfeld zu planen. Damit kann unter Umständen ein Auslösen des Schutzschalters und der damit verbundene Ausfall des Antriebs verhindert werden. „Jeder Antrieb in Iffezheim wird mit Smartwire-DT überwacht, sodass uns über das thermische Motorabbild Informationen zur Auslastung vorliegen“, erklärt Fels. So ermöglicht das System z.B. ein schonendes Anfahren der Anlage mit einer geringen Produktionsmenge im kalten Zustand, und ein Hochfahren auf Volllast, erst wenn die Betriebstemperatur erreicht ist. In einem Splittwerk stellt das Aufgabegut ein natürlich schwankendes Rohgut dar, was sich in seiner Zusammensetzung permanent ändert. Daher ist es jeder Zeit möglich, dass die Beaufschlagung von Einzelanlagen variiert. Wird z.B. deutlich gröberes Material in den ersten Brecher gegeben, dann wird auch das Endprodukt deutlich gröber ausfallen. Die nach der Brecherei nachgeschalteten Maschinen, die die Grobkomponenten klassieren und abfördern, werden stärker befüllt und belastet, die für die feinen Fraktionen weniger. Ändert sich das Aufgabegut jedoch, so geht dies mit einer Änderung der Auslastung der Folgemaschinen einher. Hier ist dann eine lastabhängige Steuerung entscheidend.

Eine lastabhängige Steuerung ist entscheidend

Über die permanente Ermittlung der Belastung der Einzelmaschine entscheidet die Steuerung, welche Komponente aktuell den Flaschenhals darstellt, und richtet die Leistung des gesamten Werkes auf diese Einheit aus. Wenige Minuten später kann es eine andere Anlage sein, die im Gesamtkontext des Splittwerkes an ihre Auslastungsgrenzen kommt. Dann kann jetzt nach dessen optimaler Auslastung nachreguliert werden. Auf diese Weise schafft es die neue Steuerung, das Splittwerk trotz schwankender Bedingungen im optimalen Betrieb zu fahren. Durch das Modernisierungs-Projekt konnte Weingärtner im Splittwerk in Iffezheim unerwartete Stillstände reduzieren und die Produktivität des Kieswerkes steigern.

Bildergalerie
Bildergalerie mit 7 Bildern

(ID:44745893)