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Weidmüller Heyfra-Standort Eisleben soll Kompetenzzentrum für Industriekommunikation werden

| Redakteur: Claudia Mallok

Die Weidmüller-Gruppe mit Sitz in Detmold will den Standort Eisleben in Sachsen-Anhalt zum Kompetenzzentrum für Kommunikationselektronik mit Schwerpunkt Industrial Ethernet ausbauen. Seit dem 1. August 2007 werden alle Aktivitäten zur Entwicklung und Fertigung von kommunikationsfähigen Produkten für die dezentrale Automation bei der Weidmüller-Tochter Heyfra Electronic GmbH in der Lutherstadt Eisleben gebündelt.

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( Archiv: Vogel Business Media )

Weidmüller hatte im Jahr 2005 die Mehrheit der Anteile an Heyfra übernommen. Mit der jüngsten Entscheidung forciert Weidmüller die Erweiterung des Produktportfolios und die weltweite Vermarktung im Bereich industrieller Kommunikationselektronik. Die Maßnahmen richten sich konkret auf die Bündelung der Bereiche Entwicklung, Integrations- und Applikationslabor, Produkt- und Projektmanagement, Produktion sowie auf Teile des Marketings. Der Servicebereich für die weltweite Betreuung der Kunden im sogenannten „First Level Support“ wird ebenfalls am Standort Eisleben erfolgen.

Dr. Joachim Belz, Sprecher des Vorstandes der Weidmüller-Gruppe: „Die industrielle Kommunikationselektronik zählt zu den Schlüsseltechnologien unserer Branche. Mit hochmodernen Fertigungsanlagen zur Herstellung von elektronischen Baugruppen und Geräten sowie hoher Kompetenz bei industriellen Sicherheitssystemen für die Datenübertragung gehört HEYFRA zu den technologisch führenden Anbietern im Markt mit aussichtsreichen Perspektiven für die Zukunft. Diese hervorragende Position werden wir nutzen und durch den Ausbau des OEM-Geschäfts und der kundenspezifischen Entwicklung und Fertigung neue Marktpotenziale realisieren. Weidmüller setzt damit seinen Weg fort, Zukunftstechnologien in der Verbindungstechnik durch nachhaltige Investitionen zu fördern und stärken.“

Förderung durch das land Sachsen-Anhalt

Belz unterstrich, dass die effizienten Kostenstrukturen sowie die zugesagte Förderung durch das Land Sachsen-Anhalt zur Entscheidung beigetragen hätten. Im Vordergrund habe jedoch gestanden, dass sich der Standort Eisleben durch hochqualifiziertes und motiviertes Entwicklungs- und Fachpersonal auszeichne. Insbesondere die Nähe zu Universitäten und Fachhochschulen biete auch zukünftig beste Möglichkeiten, die hohe Geschwindigkeit der Technologieentwicklung weiter aufrecht zu halten.

Dietmar Franke, Geschäftsführender Mitgesellschafter der Heyfra Electronic GmbH: „Deutlich kürzere Lifetime-Zyklen im Bereich der Hard- und Software erfordern gänzlich andere Strukturen als in traditionellen Feldern der Elektromechanik. Heyfra verfügt über die strukturellen Grundvoraussetzungen und ein weitreichendes Wissensnetzwerk, um ein technologisch anspruchvolles Thema wie industrielle Kommunikationselektronik in der notwendigen Geschwindigkeit und Kreativität zu betreiben. Damit sind wir vielen Wettbewerbern einen wichtigen Schritt voraus. Mit der jüngsten Entscheidung, die relevanten Kernprozesse der gesamten Gruppe in Eisleben zu konzentrieren, erhöht Weidmüller seine Wettbewerbsfähigkeit und schafft die Voraussetzungen, um die großen Marktpotenziale im Bereich der industriellen Kommunikationstechnik zu nutzen. Der Standort Eisleben wird davon, vor allem auch mit Blick auf die Sicherheit der Arbeitsplätze, profitieren.“

Durchgängiges Produktportfolio für Energie-, Signal- und Datennetzwerke

Ein wesentliches Kernziel sei es jetzt, so Franke weiter, die Stärken im traditionellen Bereich der elektrischen Verbindungstechnik mit Hard- und Software der Elektronik zu integrieren und damit Anwendern ein durchgängiges Produktportfolio für Energie-, Signal- und Datennetzwerke zwischen der SPS oder dem IPC auf der Steuerebene einerseits und Sensoren / Aktoren auf der Feldebene andererseits bereitzustellen. Die Steuer- und Feldebene selbst steht nicht im Fokus der Aktivitäten.

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