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Interfacemodul-Backplane

Hohe Kanaldichte mit Energieeffizienz und einfachem Handling ideal kombiniert

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Asset Management als durchgängige Strategie

Dem Anspruch folgend, nicht nur Produkte anzubieten, sondern umfassende Automationslösungen, setzt Turck auch mit dem neuen Interfacemodul-Träger voll auf durchgängige Asset-Management-Strategien: Sowohl die zweikanaligen analogen Input/Output-Interfaces als auch die ebenfalls verfügbaren Messumformer-Speisetrenner sind Hart-durchlässig, ermöglichen über das aufmodulierte Digitalsignal also die Übertragung zusätzlicher Mess- und Diagnosedaten. Auf der Basis proprietärer „Gerätetreiber“ – der so genannten DTMs – können Anwender so die eingesetzten Temperaturmessverstärker und die Feldinstrumentierung unterhalb der Trennerebene einfach über ein einziges herstellerunabhängiges Engineering-Tool parametrieren – beispielsweise über die kostenlose Projektierungssoftware PACTware. Mit dem Parametrierungstool lassen sich die DTMs unabhängig vom Bus-Protokoll spielend leicht verwalten, Eigenschaften und Einstellungen in unterschiedlichen Rahmenapplikationen (Frames) visualisieren und die angebundenen Geräte so anwenderfreundlich mit wenigen Mausklicks parametrieren.

Autor Ryan Kromhout ist Leiter Produktmanagement Prozessautomation bei der Hans Turck GmbH & Co. KG in Mülheim (Archiv: Vogel Business Media)

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Über die Fernwartung und das zentrale Asset Management hinaus bieten die Interfacekarten für die neue IMB auch Diagnose-LEDs zur Überwachung der jeweiligen Zustände. Bis zu vier Zweifarben-LEDs (digitale Ein-/Ausgangskarten) zeigen in Gelb die Schaltzustände der überwachten Ausgänge an. Im Fall eines Fehlers im Eingangskreis wechselt – bei eingeschalteter Eingangskreisüberwachung – die entsprechende LED auf Rot, woraufhin das zugehörige Ausgangsrelais und das Störmelderelais schalten. Somit ermöglichen die Backplane-Interfaces die einfache Funktionskontrolle der I/O-Ebene direkt vor Ort im Schaltschrank.

Hohe Temperaturspezifikation verbreitert den Einsatzbereich

Ebenso wie die Hutschienen-Interfaces der Mülheimer zeichnen sich auch die Backplane-Interfaces durch ihre hohe Temperaturspezifikation aus. Mit einem Betriebstemperaturbereich von -20 bis +70 °C eignen sich die damit bestückten Backplanes auch für die Installation in nicht klimatisierten Schaltschränken oder in den durch Lüfterwärme stärker belasteten oberen Schrankbereichen. Das Design der passiven Backplane gewährleistet eine effiziente Wärmeabfuhr – egal ob die neue Point-to-Point-Lösung horizontal ausgerichtet wird oder vertikal. Ein Vorteil, der nicht nur die Flexibilität im Umgang mit der Interface-Lösung erhöht, sondern auch deren mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen (MTBF) und damit ihre Zuverlässigkeit sowie die Verfügbarkeit aller angeschlossenen Feldgeräte.

Mit den neuen Interfacemodul-Backplanes und den passenden zwei- und vierkanaligen Interfacekarten für bis zu 32 digitale oder 16 analoge I/Os ermöglicht Turck also eine über Hutschienen-Interfaces nicht realisierbare Kanaldichte im Schaltschrank. Besonders in hochautomatisierten Prozessanlagen mit mehreren Tausend I/O-Kanälen bieten die kompakten Interface-Stationen einen großen Engineering-Vorteil. Eingebunden in ein durchgängiges Asset-Management-Konzept (HART, FDT/DTM) lohnen sich die Interfacemodul-Backplanes aber auch für kleinere Verbindungslösungen.

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