Positionspapier Humanoide Roboter zwischen Vision und Realität

Quelle: International Federation of Robotics 1 min Lesedauer

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Auf den Messen werden sie immer präsenter: Humanoide Roboter. Doch obwohl bereits viele Unternehmen mit ihnen Werbung machen, ist ein flächendeckender Einsatz noch weit entfernt.

Menschenähnliche Roboter gelten als die nächste große Innovation in der Robotik.(Bild:  Neura Robotics)
Menschenähnliche Roboter gelten als die nächste große Innovation in der Robotik.
(Bild: Neura Robotics)

Humanoide Roboter gelten als die nächste Evolutionsstufe der Robotik – doch ihr Einsatz bleibt vorerst Zukunftsmusik. Die International Federation of Robotics (IFR) hat in einem neuen Positionspapier Chancen und Grenzen aufgezeigt.

China setzt dabei klar auf Massenproduktion: Humanoide Roboter sollen ein Aushängeschild der nationalen Robotikstrategie werden, vor allem im Dienstleistungssektor. Parallel investieren US-Tech-Giganten wie Amazon, Tesla und Nvidia stark in humanoide Systeme – mit Fokus auf Logistik und Fertigung, wo Roboter nicht als soziale Begleiter, sondern als Produktivitätswerkzeuge gesehen werden. In Japan hingegen stehen seit Jahrzehnten soziale Einsatzfelder im Mittelpunkt, etwa in Altenpflege und Bildung, während Europa die ethischen Implikationen in den Vordergrund stellt und eher auf menschenzentrierte Assistenzsysteme setzt.

„Da die Welt in der wir leben auf den menschlichen Körper zugeschnitten ist, liegt die Idee eines schnellen, universellen Helfers in der Produktion und bei Dienstleistungen auf der Hand“, sagt IFR-Präsident Takayuki Ito. Ob und wann es jedoch zu einem breiten Einsatz humanoider Roboter kommt, bleibt fraglich. Klar ist: Sie werden bestehende Robotertypen nicht verdrängen, sondern diese ergänzen. Dank ihrer Geschicklichkeit und Anpassungsfähigkeit sind Humanoide laut IFR prädestiniert für komplexe Aufgaben, die mit klassischer Automatisierung nur schwer lösbar sind. Ein universeller Haushaltshelfer für jedermann ist jedoch in absehbarer Zeit nicht zu erwarten.

Das Positionspapier kann auf der Website des IFR heruntergeladen werden.

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