Werkstoff für Elektrik, Elektronik und Maschinenbau

Hundertjähriger Tausendsassa

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Isolationsaufgaben in der Elektrotechnik

Für viele Elektrotechniker ist Pertinax das Mittel der Wahl wenn es darum geht, Isolationsaufgaben zu lösen. So bietet sich das Material eigentlich immer an, wenn gute mechanische und elektrische Eigenschaften im Niederspannungsbereich gefordert werden, zum Beispiel bei Labortischen, Frontverkleidungen im Innenbereich elektrischer Geräte oder bei Grundplatten für Schalteinrichtungen. Bei der Montage von Kühlkörpern entkoppeln Buchsen oder Unterlegscheiben aus Pertinax die heißen Bauteile thermisch vom Grundgestell.

Es eignet sich aber auch hervorragend im Transformatorenbau als Spulenkörper oder für die Spulen-Isolierung. Bei Elektromotoren bietet es sich als Trägermaterial für Bürstenhalter an. Im Bereich der Elektromobilität könnte es sich ebenfalls einen festen Platz als Material für die Halterungen der Batteriezellen erobern. Geringes Gewicht, gute mechanische Bearbeitbarkeit sowie Robustheit und Chemikalienresistenz sind hier die entscheidenden Eigenschaften.

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Widerstandsfähiges Verschleißmaterial für den Maschinenbau

Im Maschinen- und Apparatebau werden zahlreiche Verschleißmaterialien benötigt, beispielsweise Dichtungen, Lager und Buchsen. Hier beweist Pertinax vor allem seine Langlebigkeit, Temperaturbeständigkeit und punktet mit geringer Wärmeleitfähigkeit sowie Biegeelastizität. Ähnliches gilt für den Einsatz als Flanschplatten- oder Wellen-Material. Auch hier lässt sich kaum ein Werkstoff mit einem ähnlich guten Preis-/Leistungsverhältnis finden. Auch in Zukunft wird das traditionsreiche Hartpapier als moderner Werkstoff deshalb in vielen Technikbereichen das Mittel der Wahl bleiben.

* Ellen-Christine Reiff und Dipl.-Ing. (FH) Dietrich Homburg, beide Redaktionsbüro Stutensee

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